2 Gigawatt für KI: Microsoft plant einen seiner größten Rechenzentrums-Standorte in Texas
Microsoft baut in Pecos, Texas, einen Rechenzentrums-Campus mit rund 2 Gigawatt Kapazität und nennt es eine der größten einzelnen Kapazitätserweiterungen seiner Geschichte. Die Milliardeninvestition läuft über fünf bis sieben Jahre und soll laut Cloud-Chefin Noelle Walsh in der Spitze mehr als 6000 Baujobs schaffen und Hunderte dauerhafte Stellen. Strom liefert zunächst ein eigenes Gaskraftwerk direkt am Standort, unabhängig vom öffentlichen Netz. Microsoft betont, die Energie selbst zu finanzieren und durch geschlossene Kühlsysteme "nur einen Bruchteil des Wassers eines typischen Fast-Food-Restaurants" zu verbrauchen.
Parallel veröffentlichte Microsoft einen offenen Brief an Pecos und Reeves County. Darin verspricht das Unternehmen, die örtlichen Strompreise nicht zu erhöhen, mehr Wasser zurückzugeben als zu verbrauchen und früh auf die Anliegen der Anwohner zu hören.

Damit reagiert der Konzern auf die meistgenannten Sorgen der Gemeinden gegen Rechenzentren: steigende Strompreise und Wasserverbrauch. Laut Data Center Watch wurden 2026 dutzende Projekte blockiert, oft mit parteiübergreifendem Widerstand.
Zugleich bremst der schleppende Netzausbau die ganze Branche. Deshalb setzt Microsoft wie andere Konzerne auf eigene Kraftwerke statt auf langes Warten am Netz. In diesem Fall kommen Gasturbinen von Chevron zum Einsatz. Der Betrieb soll wohl 2028 starten.
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