Acht Tech-Konzerne sollen dem Pentagon zur "KI-zentrierten Streitkraft" verhelfen
Das US-Kriegsministerium hat Vereinbarungen mit acht Unternehmen geschlossen, um deren KI-Technologie in geheimen militärischen Netzwerken einzusetzen: SpaceX, OpenAI, Google, Nvidia, Reflection, Microsoft, Amazon Web Services und Oracle. Die Vereinbarungen sollen laut dem Kriegsministerium "die Transformation hin zu einer KI-zentrierten Streitkraft beschleunigen" und die "Entscheidungsüberlegenheit in allen Bereichen der Kriegsführung" stärken. Die KI-Tools der Unternehmen sollen laut Ankündigung für "lawful operational use" verwendet werden.
Eine ähnliche Formulierung ("all lawful use") hatte Anthropic zuvor abgelehnt, weil bestehende Gesetze laut CEO Dario Amodei Schlupflöcher bieten, etwa bei Massenüberwachung durch kommerzielle Datensätze. Daraufhin stufte das Pentagon Anthropic als Lieferkettenrisiko ein, und die Trump-Regierung wies Bundesbehörden an, Anthropics Technologie nicht mehr zu nutzen. Anthropic hat dagegen geklagt.
In einem geleakten Memo bezeichnete Amodei OpenAIs Pentagon-Vertrag als "80% Safety Theater". OpenAI definiert zwar drei rote Linien: keine Massenüberwachung im Inland, keine autonomen Waffen, keine automatisierten Hochrisiko-Entscheidungen. Kritiker und Juristen bezweifeln jedoch, dass diese Zusagen ohne explizite vertragliche Ausschlüsse wirksam sind.
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