Amazon, Nvidia und AMD investieren 310 Millionen Dollar in KI-Start-up für Weltmodelle
Amazon investiert zusammen mit den Investmentarmen von Nvidia und AMD in einer 310-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde in das KI-Start-up Odyssey ML. Das Unternehmen entwickelt sogenannte Weltmodelle, die die physische Welt in 3D simulieren können. Die Bewertung von Odyssey liegt nun bei 1,45 Milliarden Dollar. Weitere Investoren sind der CIA-nahe Fonds IQT, GV (ehemals Google Ventures), Googles Chefwissenschaftler Jeff Dean und Investor Elad Gil.
Im Gegenzug nutzt Odyssey AWS als bevorzugten Cloud-Anbieter und setzt Amazons Trainium-Chips ein. Die Gründer Oliver Cameron und Jeff Hawke kommen aus der Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Laut Cameron sollen die Modelle Physik, Körpersprache und Dynamik verstehen, also Dinge, die Sprachmodelle nicht abbilden. Das 55-köpfige Team arbeitet in London, Zürich und Palo Alto.
Weltmodelle sind derzeit die nächste große Wette in der KI-Welt nach reinen Sprachmodellen: Statt nur Text vorherzusagen, sollen diese Systeme die physische Welt verstehen und simulieren können – inklusive Physik, Dynamik und räumlicher Zusammenhänge. Metas KI-Chef Yann LeCun argumentiert seit Jahren, dass reine Sprachmodelle nicht zu menschenähnlicher Intelligenz führen, und setzt auf diesen Ansatz. Google-DeepMind-CEO Demis Hassabis sieht in Weltmodellen einen entscheidenden Schritt Richtung allgemeiner KI. Auch KI-Pionierin Fei-Fei Li arbeitet mit ihrem Start-up World Labs an räumlicher Intelligenz.
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