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Analyse: Hyperscaler könnten KI-Ausbau bald nicht mehr aus dem laufenden Geschäft finanzieren

Die großen Hyperscaler – Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta und Oracle – erhöhen ihre Ausgaben für Rechenzentren, Server und andere KI-Infrastruktur deutlich schneller, als der Geldzufluss aus ihrem laufenden Geschäft wächst. Laut einer Analyse von Epoch AI steigen diese Infrastruktur-Investitionen um rund 70 Prozent pro Jahr, während der Geldzufluss aus dem laufenden Geschäft um etwa 23 Prozent jährlich wächst. Setzt sich dieser Trend fort, könnten die Infrastruktur-Ausgaben den Geldzufluss aus dem Geschäft etwa im dritten Quartal 2026 übersteigen. Die Daten stammen aus SEC-Filings der fünf Unternehmen.

Bild: epoch.ai

Die meisten Hyperscaler greifen bereits auf externe Finanzierung zurück, etwa Alphabets kürzliche Eigenkapitalaufnahme über 85 Milliarden Dollar oder Amazons und Nvidias Anleiheemission. Zwar sind alle Unternehmen weiterhin profitabel und verfügen, mit Ausnahme von Oracle, über hohe Barreserven. Doch der sogenannte freie Cashflow (operative Einnahmen vor Investitionen) könnte bei anhaltendem Trend auf null oder ins Negative fallen. Epoch AI betont allerdings, dass es sich um einfache Trendfortschreibungen handelt. Die Kernfrage, ob die KI-Investitionen künftig höhere Einnahmen bringen, ist nicht eingerechnet.

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Quelle: Epoch AI