Angriff auf die Tech-Giganten: Nvidia fördert junge Cloud-Anbieter mit finanziellen Absicherungen
Nvidia agiert zunehmend wie eine Zentralbank für KI-Start-ups, um den Markt für Rechenleistung aktiv zu formen. Der Chip-Gigant bietet laut einem Bericht von The Information jungen Cloud-Anbietern weitreichende finanzielle Absicherungen an, damit diese teure KI-Chips kaufen können. Im Gegenzug sichert sich das Unternehmen eine direkte Beteiligung an deren Cloud-Umsätzen. Konkret verspricht Nvidia, ungenutzte Grafikprozessoren (GPUs) selbst zurückzumieten, falls die Anbieter keine KI-Entwickler als Kunden finden.
"Nvidia schlägt bei solchen Deals zwei Fliegen mit einer Klappe", sagt ein Manager für Rechenzentren gegenüber The Information. Wenn Nvidia nur die Pachtverträge für die Gebäude absichern würde, "dann bleibt man immer noch auf der Frage sitzen: 'Wie finanziert man die GPUs?'" Aber wenn Nvidia garantiert, dass es für ungenutzte Rechenkapazitäten bezahlt, "werden die GPUs finanziert und das Rechenzentrum wird finanziert".
Ziel dieser riskanten, aber potenziell lukrativen Strategie könnte sein, die enorme Abhängigkeit von Tech-Giganten wie Amazon, Microsoft und Google systematisch zu verringern, die derzeit noch die Mehrheit der Chips abnehmen, gleichzeitig aber immer mehr eigene KI-Hardware entwickeln.
KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert
Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.
Jetzt abonnieren