Anthropic baut eigenes Biologielabor für KI-gestützte Medikamentenentwicklung auf
Anthropic baut ein eigenes Biologielabor auf, um KI-gestützte Medikamentenentwicklung über reine Computersimulationen hinaus voranzutreiben. Das Labor im Raum San Francisco soll physische Experimente ermöglichen, berichtet Reuters. Damit geht das KI-Startup den Schritt von einem reinen Software-Unternehmen zum Biotech-Betrieb mit eigener Laborinfrastruktur.
Claude soll Roboter anleiten, Experimente weitgehend ohne menschliches Eingreifen durchzuführen. Dafür hat Anthropic Claude Science und den Model Hardware Standard zur Steuerung von Laborgeräten veröffentlicht. Menschliche Aufsicht bleibe aber aus Sicherheitsgründen nötig, so das Unternehmen.
Life-Sciences-Chef Eric Kauderer-Abrams sieht das größte Potenzial bei bisher als "undruggable" geltenden Krankheiten, also Leiden, für die es bislang keine Therapie gibt. KI könnte etwa die Entwicklung komplexer Antikörper beschleunigen, die mehrere Ziele gleichzeitig angreifen.
Anthropic hatte im April das Startup Coefficient Bio für rund 400 Millionen Dollar übernommen und Novartis-CEO Vas Narasimhan in den Vorstand geholt. Klinische Studien will Anthropic laut dem Bericht vorerst nicht selbst durchführen, um nicht mit Pharmakonzernen zu konkurrieren.
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