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Anthropic-Umfrage: Jeder zweite Claude-Nutzer sagt, dass KI schon die Hälfte seiner Arbeit erledigen kann

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Rund die Hälfte der Claude-Nutzer sagt, dass die KI schon die Hälfte oder mehr ihrer Arbeit erledigen kann.

Das zeigt eine Umfrage unter rund 9700 Claude-Nutzern (Chat, Cowork, Code) von Anthropic. Heute sehen etwa 33 Prozent der Befragten KI bei 30 bis 60 Prozent ihrer Aufgaben als einsetzbar, weitere circa 14 Prozent sogar bei 60 bis 90 Prozent. Rund vier Prozent glauben, Claude könne schon die komplette Arbeit machen.

Anteil der Arbeitsaufgaben, die KI laut Claude-Nutzern heute (grau) und in zwölf Monaten (orange) übernehmen könnte. Heute sieht die Mehrheit KI bei 10–60 Prozent ihrer Aufgaben, in einem Jahr erwarten deutlich mehr Befragte, dass KI 60 Prozent oder mehr erledigen kann. | Quelle: Anthropic

In zwölf Monaten erwarten die Befragten noch deutlich mehr: Dann rechnen rund 26 Prozent damit, dass KI den Großteil (60–90 Prozent) ihrer Arbeit übernehmen kann. Die Umfrage bezieht sich explizit auf konkrete Aufgaben, die die KI übernimmt, etwa einen Text schreiben. Arbeit ist für gewöhnlich mehr als die Summe aller Aufgaben, insbesondere der Wissenstransfer zwischen den Aufgaben.

Am häufigsten arbeitsbezogen sind in Anthropics Untersuchung Aufgaben wie das Erstellen von Marketing-Inhalten (80 Prozent), Blog- oder Artikeltexten (81 Prozent) und Datenbankabfragen (82 Prozent). Diese Angaben beziehen sich spezifisch auf die Artifacts-Funktion von Claude, bei der es einen konkreten Output etwa als Dokument oder interaktive Grafik gibt, also mehr, als nur eine einfache Chat-Antwort.

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Wofür Claude-Nutzer die KI in Chat und Cowork einsetzen: Akademische Arbeiten, Präsentationen und Datenbankabfragen werden fast ausschließlich beruflich oder für das Studium genutzt. Rezepte, kreatives Schreiben und Spiele sind dagegen überwiegend privat. Marketing-Inhalte, Dokumente und Blog-Texte gehören zu den am stärksten arbeitsbezogenen Kategorien. | Bild: Anthropic

Hoffen auf Mensch-Maschine-Kooperation

Die Erwartungen an das Tempo des Fortschritts sind laut Anthropic dabei auffallend einheitlich über alle Gruppen hinweg, unabhängig von Erfahrung, Standort oder Berufsfeld. Die Studie spricht von einer "steigenden Flut", bei der sich KI-Fähigkeiten breit verbessern.

Berufseinsteiger sehen den höchsten Anteil an KI-fähigen Aufgaben und sorgen sich am meisten um ihren Arbeitsplatz. Gleichzeitig sind ausgerechnet die intensivsten Claude-Nutzer am optimistischsten: Sie glauben, dass ihre Fähigkeiten an Wert gewinnen. Die Einschätzung der eigenen Karrierechancen hängt also stark davon ab, wie viel Erfahrung jemand mit KI hat und wie weit die eigene Karriere fortgeschritten ist.

Die meisten Befragten hoffen auf Zusammenarbeit mit KI statt auf Ersetzung. Sie wünschen sich, dass KI langweilige Routinearbeit übernimmt und die Gewinne breit geteilt werden.

Viele weitere interessante Datenpunkte gibt es im Paper.

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Quelle: Anthropic