Anthropic und Micron vereinbaren gemeinsame Entwicklung von Speicherarchitekturen für KI
Micron und Anthropic arbeiten künftig bei KI-Infrastruktur zusammen. Die Vereinbarung umfasst vier Bereiche: die gemeinsame Entwicklung von Speicherarchitekturen für KI, einen mehrjährigen Liefervertrag für Microns Rechenzentrums-Portfolio, den Einsatz von Anthropics Claude-Modellen bei Micron sowie eine Beteiligung Microns an Anthropics Serie-H-Finanzierungsrunde.
Konkret wollen beide Unternehmen untersuchen, wie Speichersysteme bei verschiedenen KI-Arbeitslasten zusammenspielen, um Leistung und Energieeffizienz zu verbessern. Micron liefert dafür High-Bandwidth Memory (HBM), DRAM und SSDs. Anthropic-Mitgründer Tom Brown sagte, Speicher sei zentral für das Training und den Betrieb von Claude. Intern nutzt Micron Claude bereits für Programmierung und automatisierte Prozesse in Fertigung und Entwicklung.
Kritiker bezeichnen solche Deals als problematische zirkuläre Geschäfte. Ein Unternehmen investiert in eine andere Firma, die im Gegenzug dessen Produkte kauft. In diesem Fall beteiligt sich Micron an Anthropic, das künftig Speicher von Micron abnimmt. Die Blasengefahr wächst: Allein die Micron-Aktie hat innerhalb eines Jahres um mehr als 1000 Prozent zugelegt.
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