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Gregor Kobsik

Als Dozent zeigt Gregor kleinen und mittelständischen Unternehmen, wie sie KI konkret in ihre Arbeitsabläufe einbinden können. In seiner Promotion beschäftigt er sich mit neuronalen Netzen und agentischen Systemen für Computergrafik und Geometrieverarbeitung. Seine Begeisterung gilt dem Agentic Engineering: KI-Agenten, Agentic Coding und der Frage, was diese Systeme tatsächlich leisten.
Read full article about: Backflip AI verwandelt 3D-Scans in wenigen Minuten in bearbeitbare CAD-Modelle

Das KI-Startup Backflip AI hat sein zweites KI-Modell für CAD-Generierung veröffentlicht. Es wandelt 3D-Scans und Mesh-Dateien in vollständig bearbeitbare, parametrische CAD-Modelle um. Normalerweise ist dieser Prozess zeitaufwendig und erfordert viel CAD-Erfahrung. Backflip reduziert ihn laut eigenen Angaben auf wenige Minuten. Der Bedarf ist groß: Laut CEO Greg Mark haben die meisten Fabriken für weniger als ein Prozent ihrer Teile digitale Modelle. Besonders in der Automobil- und Luftfahrtindustrie spielt die Digitalisierung von Bauteilen eine zentrale Rolle, etwa beim Prototyping oder dem Design neuer Komponenten.

CAD-Modell in Autodesk Fusion 360 mit Backflip.AI-Plugin | Bild: Backflip AI
CAD-Modell in Autodesk Fusion 360 mit Backflip.AI-Plugin | Bild: Backflip AI

Anders als bisherige KI-Modelle, die lediglich Oberflächen aus Dreiecken erzeugen, generiert Backflip echte CAD-Operationen wie Extrudieren oder Drehen. Die Ergebnisse bleiben dadurch schnell anpassbar. Das Tool läuft als Add-in für Autodesk Fusion. Vier Rekonstruktionen sind kostenlos, danach starten Pläne ab 20 Dollar pro Monat. Das seit Dezember 2024 aktive Startup ist mit 30 Millionen Dollar finanziert.

Read full article about: OpenAI Presence soll KI-Agenten für Unternehmen produktionsreif machen

KI-Agenten in der Praxis zu implementieren und zu validieren, ist aufwendig. OpenAI will das mit Presence lösen, einem kürzlich vorgestellten Angebot für Enterprise-Kunden. Die bisherigen Workspace-Agents sind als anpassbare "GPTs" primär für interne Anwendungsfälle gedacht. Presence hingegen zielt auf produktive Deployments im Kundenservice und in internen Workflows. Wenn ein Anwendungsfall über das hinausgeht, was Presence aktuell abdeckt, arbeiten OpenAIs Forward Deployed Engineers gemeinsam mit dem Kunden daran, ihn in Produktion zu bringen. Sie wählen passende Workflows aus, binden bestehende Systeme an, legen Richtlinien fest und übernehmen Tests sowie den produktiven Start.

Presence ist derzeit für berechtigte Enterprise-Kunden verfügbar, aber kein offenes Produkt. Unklar bleibt, wie OpenAI konkrete Compliance-Anforderungen wie den EU AI Act adressiert. Die Quelle nennt Trust-Mechanismen, macht dazu aber keine rechtlichen Angaben.

Read full article about: Seedance 2.5: ByteDances neues Videomodell liefert 30-Sekunden-Clips mit integriertem Audio

ByteDance hat mit Seedance 2.5 eine neue Version seines KI-Videomodells veröffentlicht. Das Modell erzeugt Video und Audio in einem einzigen Durchgang und liefert Clips von bis zu 30 Sekunden Länge, die sich mehrfach verlängern lassen. Konkurrenten wie Googles Gemini Omni Flash schaffen bisher nur rund 10 Sekunden am Stück. Nutzer können bis zu 30 Bilder, 10 Videoclips und 10 Audiodateien als Referenzmaterial hochladen, um Szenen mit mehreren Figuren und Kameraeinstellungen zu gestalten. Verbessert wurden unter anderem Texturen, Beleuchtung und Hautdetails. Der Vorgänger Seedance 2.0 führt laut Artificial Analysis das Image-to-Video-Leaderboard bei Modellen mit Audio an.

ByteDance zeigt die Fähigkeiten des Modells in einem kurzen Film, der komplett mit Seedance 2.5 produziert wurde. Für Werbung und visuelle Inhalte wird damit eine durchgängige Produktion aus einem Guss möglich, statt einzelne Clips mühsam zusammenzusetzen.

Kurzfilm "The Missing Pair" erstellt komplett mit Seedance 2.5 | Video: ByteDance

Seedance 2.5 ist auf Jimeng AI und Doubao Pro verfügbar, ein API-Zugang über BytePlus ModelArk soll folgen. Was bereits die Vorgängerversion kann, zeigt "District 9"-Regisseur Neill Blomkamp mit seinem 13-minütigen, komplett KI-generierten Kurzfilm "Nightborne".

Read full article about: Microsoft AI erklärt Tokeneffizienz zum nächsten Wettbewerbsfeld

Microsoft AI erklärt Tokeneffizienz zum nächsten Wettbewerbsfeld und setzt auf kleine Spezialmodelle statt auf generalistische Frontier-Modelle. KI-CEO Mustafa Suleyman schreibt im Blog von Microsoft AI, die Branche müsse Spitzenleistung gegen Kosten abwägen. Statt eines Universalmodells trainiert das Unternehmen kompakte Modelle für einzelne Fachgebiete. MAI-Cyber-1-Flash führt laut Suleyman den CyberGym-Benchmark an, liegt 12 Prozentpunkte vor Anthropics Mythos und kostet halb so viel. Das funktioniert allerdings nur im MDASH-System, das mehrere Modelle orchestriert und für schwierige Aufgaben weiter auf OpenAI-Reasoning-Modelle zugreift. MAI-Image-2.5-Flash senke die GPU-Kosten gegenüber GPT-Image-2 um bis zu 84 Prozent.

Suleyman nennt neben dem Preis einen zweiten Grund: Die Modelle sollen austauschbare Bausteine bleiben, damit Microsoft nicht von einer einzelnen Modellfamilie abhängt. Ob die kleinen MAI-Modelle, mit denen Microsoft teils OpenAI ersetzt, wirklich deren Leistung erreichen, darf bezweifelt werden.

Der Fall zeigt, dass sich der Wettbewerb vom einzelnen Modell zum Harness verschiebt, also zur Software, die Modelle steuert und mit Kontext versorgt. Ein starker Orchestrator verteilt Aufgaben an günstigere Spezialisten, das teure Frontier-Modell übernimmt nur die harten Fälle. Anthropic rechnet ein solches Muster für Claude Fable 5 durch, Sakana baut mit Fugu ein ganzes Produkt darauf.

Read full article about: Claude bekommt Sprachmodus-Update: Opus, Sonnet und Tool-Anbindung per Stimme

Anthropic hat den Sprachmodus von Claude stark erweitert. Sprachgespräche laufen ab sofort auch auf den leistungsfähigeren Modellen Opus und Sonnet statt nur auf dem kleinen Haiku-Modell. Nutzer können das Modell mitten im Gespräch wechseln. Der Modus funktioniert in der mobilen App, der Desktop-App und im Web-Chat und unterstützt elf Sprachen, darunter Deutsch. Claude greift im Sprachmodus außerdem auf verbundene Tools wie Gmail, Google Calendar oder Slack zu und kann dort Aktionen ausführen, etwa E-Mails verfassen und ablegen.

Bild: Anthropic

OpenAI setzt mit GPT-Live auf eine Full-Duplex-Architektur, bei der das Modell gleichzeitig spricht und zuhört. Claudes Modus arbeitet dagegen rundenbasiert: Er wartet, bis der Nutzer fertig gesprochen hat, und antwortet dann. Gemini Live von Google bietet ein ähnliches Gesprächsformat, ist aber nur auf dem Smartphone verfügbar. In der Nutzung fühlen sich die Systeme von OpenAI und Google durch eine bessere Sprachverarbeitung und -ausgabe natürlicher an.

Alle drei Produkte liefern gute Ergebnisse bei der Informationssuche per Sprache. Claudes Vorteil liegt in der Tool-Anbindung: Nur Anthropic schafft es derzeit, aus dem Audiomodus heraus direkt eine E-Mail zu erstellen und im Postfach abzulegen.