Bei fast jedem KI-Sicherheitsvorfall fehlte im betroffenen Unternehmen die Zugangskontrolle für die KI-Systeme. Das zeigt der Cost of a Data Breach Report 2026 von IBM, für den das Ponemon Institute 602 Unternehmen untersucht hat. Bei 92 Prozent der Firmen mit einem KI-bezogenen Vorfall waren die Zugriffskontrollen unzureichend.
Die Ursache liegt selten am Modell. Bei rund jedem fünften betroffenen Unternehmen waren kompromittierte Schnittstellen, angebundene Anwendungen oder falsch konfigurierte Cloud-Dienste das Einfallstor. Ob ein Unternehmen ein quelloffenes oder proprietäres Modell einsetzt, macht kaum einen Unterschied.
IBM führt die Lücken auf grundlegende Versäumnisse zurück, für die es keine ausgefeilten Angreifer braucht. Vorfälle mit KI-Beteiligung kosteten im Schnitt 5,33 Millionen US-Dollar, ohne KI-Beteiligung 4,70 Millionen. Der weltweite Durchschnitt über alle Datenlecks stieg um zwölf Prozent auf 4,99 Millionen US-Dollar. Setzten Angreifer selbst KI ein, lagen die Kosten bei 6,04 Millionen. Ohne KI waren es 5,03 Millionen.

