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Bytedances Videomodell "Seedance" empört Hollywood – und wird dort trotzdem heimlich genutzt

Bytedances KI-Videotool Seedance sorgt in Hollywood gleichzeitig für Empörung und stille Begeisterung. Anfang des Jahres ging unter anderem ein 15-sekündiges KI-Video viral, das Brad Pitt und Tom Cruise in einem Zweikampf zeigte. Die Motion Picture Association forderte ByteDance auf, die Aktivitäten einzustellen, da das Tool die Urheberrechte der Mitgliedsstudios verletze.

Trotz dieses Aufschreis wirbt ByteDance weiter um die Branche. Das Unternehmen stellte Seedance im Frühjahr bei einem Event in Santa Monica vor, schrieb 100 Stellen in den USA aus, gab eine Kaviar-Party in Cannes und hielt Panels bei einem KI-Event von Amazon. Mehrere unabhängige Filmemacher wurden unter Vertrag genommen, zudem führte das Unternehmen Gespräche über die Finanzierung von KI-Filmen.

Berater Peter Csathy sagte der Los Angeles Times, KI-affine Kreative sähen Seedance als das derzeit stärkste Videotool am Markt. Simpsons-Animationsproduzent Joel Kuwahara beschrieb die Lage so: Viele Studios hätten Seedance offiziell nicht genehmigt, duldeten die Nutzung aber stillschweigend nach dem Prinzip "don't ask, don't tell". Bytedance selbst wollte sich gegenüber der LA Times nicht zur US-Expansion äußern.

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