Anzeige
Skip to content

ChatGPT erinnert sich jetzt besser an Nutzer und passt veraltete Informationen selbstständig an

Image description
Nano Banana Pro prompted by THE DECODER

OpenAI aktualisiert sein "Dreaming"-Gedächtnissystem für ChatGPT.

Anstatt wie früher einzelne Fakten als Stichpunkte in einer Liste zu speichern, erstellt ChatGPT nun ein zusammenhängendes Profil in Fließtext, aufgeteilt in Kategorien wie Arbeit, Hobbys oder Reisen. Dieses Profil wird automatisch aus Gesprächen abgeleitet und im Hintergrund aktualisiert, auch ohne ausdrückliche Aufforderung des Nutzers.

Ein "Memory"-Text über einen User, das per "Dreaming" aktualisiert wird. | Bild: OpenAI

Das löst angeblich das Problem veralteter Erinnerungen: Wenn ein Nutzer etwa von einer Reise zurückkehrt, passt ChatGPT den Kontext selbstständig an, statt weiterhin Empfehlungen für den alten Aufenthaltsort zu geben.

In der Praxis zeigt sich das etwa bei personalisierten Reiseempfehlungen. Kennt ChatGPT die Vorlieben eines Nutzers für Tierfotografie und ruhige Restaurants, liefert es einen auf diese Interessen zugeschnittenen Plan. Auch bei technischen Fragen, etwa zur Kompatibilität von Kamerazubehör, kann das System auf frühere Gespräche zurückgreifen und passende Produkte empfehlen.

Anzeige
DEC_D_Incontent-1

Beispiel für die neue Memory-Funktion. Rechts werden die persönlichen Bedingungen berücksichtigt, links gibt es nur eine generische Antwort. | Bild: OpenAI

OpenAI misst die Verbesserungen anhand von drei Kriterien. Beim Abruf von Fakten stieg die Erfolgsrate von 41,5 Prozent (2024) über 67,9 Prozent (2025) auf 82,8 Prozent. Bei der Berücksichtigung persönlicher Vorlieben verbesserte sich der Wert von 31,4 auf 71,3 Prozent. Am stärksten fiel der Fortschritt bei der zeitlichen Aktualität aus: Hier stieg die Erfolgsrate von zuletzt 52,2 auf 75,1 Prozent.

ChatGPTs Gedächtnis kann korrigiert werden

Nutzer können ihre Erinnerungen über eine neue Zusammenfassungsseite einsehen, korrigieren oder ergänzen. Dort lässt sich schnell überblicken, was ChatGPT über einen weiß, aufgeteilt in Kategorien wie Arbeit, Hobbys, Reisen oder Bildung. Einzelne Einträge können mit "Korrektur vornehmen" oder "Nicht mehr erwähnen" angepasst werden.

Über die Einstellungen unter "Personalisierung" lassen sich Chatverlauf-Referenzen und gespeicherte Erinnerungen getrennt ein- und ausschalten. Weitere Details stehen in der Memory-FAQ.

Die gespeicherten Erinnerungen können angepasst werden. | Bild: OpenAI

Das Update ist zunächst für Plus- und Pro-Nutzer in den USA verfügbar, Free-Nutzer sollen in den kommenden Wochen folgen. Möglich ist das laut OpenAI, weil der benötigte Rechenaufwand um das Fünffache reduziert wurde.

Anzeige
DEC_D_Incontent-2

Von Notizen zum automatischen Gedächtnis

Die ursprüngliche Gedächtnisfunktion startete im April 2024 und speicherte nur Informationen, die Nutzer ausdrücklich mit Befehlen wie "Merke dir, dass ich im Juli nach Singapur reise" auslösten. Das funktionierte laut OpenAI wie jemand, der sich ein paar Notizen macht, aber alles andere vergisst.

Im April 2025 kam eine erste Version von Dreaming hinzu, die den Chatverlauf automatisch auswerten konnte. Das jetzt vorgestellte System ersetzt die bisherige Kombination durch eine eigenständige, leistungsfähigere Architektur.

KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert

Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.

Quelle: OpenAI