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ChatGPT Images 2.5: Schneller, präziser, aber nicht für alle gleich

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GPT-Images-2.5 prompted by OpenAI

OpenAI hat mit ChatGPT Images 2.5 zwei neue Bildmodelle veröffentlicht, die schärfere Details, präzisere Bearbeitung und schnellere Generierung versprechen. Neue Funktionen wie eine Zeichenfunktion und teilbare Prompts sollen den kreativen Prozess erweitern.

Laut OpenAI werden inzwischen wöchentlich mehr als drei Milliarden Bilder über ChatGPT Images und die GPT-Image-Modelle in der API erzeugt. Mit ChatGPT Images 2.5 stellt das Unternehmen nun eine überarbeitete Generation vor, die natürlichere Beleuchtung und feinere Texturen liefern soll.

Die Modelle sollen Motive aus Referenzfotos besser erhalten und Bearbeitungsanweisungen über mehrere Runden hinweg zuverlässiger befolgen. Laut OpenAI wurde die Latenz bei der Bilderzeugung im Vergleich zu Images 2.0 bei der schnelleren Variante bis zu 50 Prozent reduziert.

Zwei neue Modelle: Flare und Sunburst

Für Entwickler bringt OpenAI die zwei Modelle in die API. GPT-Image-2.5 Flare ist laut OpenAI die Standardwahl für die meisten Anwendungen, mit höherer Bildqualität als GPT-Image-2 bei 50 Prozent geringerer Latenz. Das stärkste Modell GPT-Image-2.5 Sunburst ist für aufwendigere visuelle Arbeiten mit engerer Kontrolle über Bearbeitungen gedacht und benötigt dafür längere Generierungszeiten.

Beide Modelle nutzen dieselben Token-Raten: acht US-Dollar pro einer Million Bild-Input-Tokens und 30 US-Dollar pro einer Million Output-Tokens. Weil der Token-Verbrauch je nach Modell und Qualitätsstufe variiert, bedeuten gleiche Raten aber nicht gleiche Kosten pro Bild. Neu sind bei Images 2.5 die Qualitätsstufen "xhigh" und "max", die über das bisherige Maximum von "high" hinausgehen.

Ein Bild in 1024x1024 kostet in der Stufe "low" wie beim Vorgänger rund 0,006 US-Dollar, in der Stufe "high" jedoch nur etwa 0,053 US-Dollar, während die neue "max"-Stufe mit rund 7.024 Output-Tokens bei etwa 0,21 US-Dollar liegt. Damit entspricht die "max"-Stufe von Images 2.5 preislich der "high"-Stufe von GPT-Image-2. Anders als beim Vorgänger gibt es für Images 2.5 bislang keinen günstigeren Batch-Tarif. In ersten Tests ist Sunburst allerdings trotz gleicher Tokenpreise pro Bild meist teurer als Flare, vermutlich durch längere Reasoning-Läufe. Anders als beim Vorgänger gibt es von OpenAI aber keine durchschnittliche Preis-pro-Bild-Angabe.

Offen bleibt auch, wie OpenAI ChatGPT-Nutzer auf die beiden Modelle verteilt. Weder aus der Ankündigung noch aus der Dokumentation geht hervor, wann ChatGPT auf das schnellere Flare oder das präzisere Sunburst zurückgreift. In der API lässt sich das Modell explizit auswählen, in der ChatGPT-Oberfläche fehlt eine solche Kontrolle bislang.

In unseren Tests scheint die Linie aktuell primär zwischen Chat und Work zu verlaufen. In Work verändern unsere Prompts tatsächlich nur, was gefragt ist, unabhängig von den Reasoning-Einstellungen. Diese gezielten Bearbeitungen sind der Schwerpunkt der Modellverbesserungen. In Chat ändern sich aber immer weitere Details in den Folgebildern, selbst wenn Reasoning auf Hoch steht. Nur bei der Einstellung "6 Pro" scheint das stärkere Modell manchmal aktiv zu werden.

Bearbeitung, die nur das ändert, was gefragt ist

Wie erwähnt liegt der Schwerpunkt des neuen Modells in der Bearbeitung. Es soll ausschließlich die angefragten Elemente verändern und den Rest eines Bildes unangetastet lassen, auch bei komplexeren Motiven und Hintergründen. In längeren Konversationen sollen frühere Änderungen konsistent bleiben, ohne dass die Bildqualität über mehrere Bearbeitungsschritte hinweg abnimmt. OpenAI zeigt das beispielsweise anhand der Änderung einer Inneneinrichtung. Während beim älteren Modell jede Änderung auch andere Details veränderte, gelingt es dem neuen Modell, selbst über mehrere Iterationen hinweg stabil zu bleiben.

Ein kurzer Test über ChatGPT Work mit GPT-6 Astra (Max) zeigt, wie gut das funktioniert. Wir nutzen folgenden Prompt und passen danach iterativ ein kleines (Bananenfarbe) und ein großes Detail (Raubkatzenänderung) an.

A hyper-realistic DSLR photo. A monkey holding a pink banana is sitting on a tiger in the foreground. In the background, a HORSE is RIDING AN ASTRONAUT. The astronaut is underneath like a living “spacesuit horse saddle,” and the HORSE is clearly on top, in control, as the rider. Make it 100% unambiguous: the HORSE is the rider and the ASTRONAUT is being ridden, NOT the other way around. High-resolution, sharp focus, realistic lighting.

Bild: GPT-Images-2.5 / Astra (Max)

Ganz nebenbei ist das wohl die bislang beste Variante eines den Astronauten reitenden Pferdes, die ein OpenAI-Bildmodell in unseren Tests erzeugt hat. So sah das noch mit Image 2.0 (Thinking-Variante) aus.

GPT-Images-2 (Thinking-Version)

Tests im ChatGPT-Chat-Modus erzeugen dagegen bei der Änderung der Bananenfarbe auch immer Änderungen am Rest des Bildes. Nur im Modus "6 Pro" bleibt das Bild in einem Versuch konsistent, im anderen nicht. Eventuell wird sich das im Laufe der Woche mit dem weiteren Rollout ändern.

Zusätzlich soll Images 2.5 komplexe visuelle Anweisungen besser verstehen, akkuratere Inhalte bei realweltlichen Informationen liefern und mit transparenten Hintergründen sowie anspruchsvolleren Layouts umgehen. In unserem letzten Artikel hatten wir etwa den Artikel von ChatGPT in eine 80er-Jahre-Magazin-Doppelseite umsetzen lassen. Das sah so aus:

Prompt: "Erstelle das Bild einer Doppelseite aus einem Magazin im BYTE-Stil aus den 80ern, das auf einem Tisch liegt. Das ist der Text im Magazin. Erstelle passende Bilder dazwischen, die vermeintlich von GPT Images 2 generierte Bilder zeigen, die durch beeindruckenden Detailgrad und Realismus bestechen (aber in Wirklichkeit eben so sind, wie man in den 80ern gedacht hätte, was bemerkenswert wäre für ein neuronales Netz, also richtig schlechte Qualität, eher so wie GANs oder Dall-E 1). Das Magazin heißt „THE DECODER”." | Bild: GPT-Image-2.0

GPT-Images-2.5 via Astra (Max) erzeugt ebenfalls ein detailliertes Magazin inklusive Bildbeispiel auf Grundlage unseres Affen-Astronauten-Prompts, und zwar in einer schwächeren und einer stärkeren Variante, ohne dabei die ursprüngliche Anweisung nach schlechterer Qualität aus den Augen zu verlieren.

Einen von uns eingebauten Fehler (GPT-Images-2.5 statt 2.0 direkt über den Bildern auf der ersten Seite) korrigiert das Modell auf Anweisung und zeigt dabei, wie leistungsfähig der Erhalt der übrigen Inhalte funktioniert, ebenso wie bei einer Übersetzung auf die einfache Anfrage "Erstelle eine US-englische Version."

Bild: GPT-Images-2.5 / Astra (Max)

Zum Vergleich sind die Ergebnisse über den einfachen ChatGPT-Chat ebenfalls sehenswert, zeigen aber, dass das schwächere Modell bei der Übersetzung auch andere Details verändert. Allerdings trifft es in einem Fall den aktuellen Microsoft-CEO besser.

Bild: GPT-Images-2.5 / ChatGPT Chat (Mittel und Sofort)

Zeichnen, Vorlagen und teilbare Prompts

In ChatGPT führt OpenAI neben den neuen Modellen auch mehrere neue Funktionen ein. Die wichtigste heißt "Sketch". Damit können Nutzer direkt in ChatGPT zeichnen und die Skizze als visuelle Vorlage für das fertige Bild verwenden. Die Funktion lässt sich über den Befehl "@Sketch" aktivieren und eignet sich laut OpenAI etwa für Diagramme, Raumaufteilungen oder Poster.

Templates sind vorgefertigte Prompts und sollen den Einstieg in Formate wie Poster, Logos, Infografiken, Thumbnails, Illustrationen oder Anzeigen erleichtern, indem sie eine Struktur statt einer leeren Fläche vorgeben und über gezielte Rückfragen die Anforderungen konkretisieren. Nutzer können außerdem Kommentare direkt auf Bildern platzieren und die verwendeten Prompts teilen, damit andere dieselbe Idee mit eigenen Fotos und Details ausprobieren können. Als Beispiel verweist OpenAI auf einen derzeit viralen Prompt, der Porträts im Stil der 1980er-Jahre erzeugt.

Beide Modelle führen das Arena-Ranking an

Im Text-to-Image-Leaderboard von Arena belegen die neuen Modelle vorläufig die ersten beiden Plätze. GPT-Image-2.5 Sunburst führt mit einem Score von 1421, gefolgt von GPT-Image-2.5 Flare mit 1399. Beide Werte sind mit dem Hinweis "Preliminary" versehen und basieren auf noch geringen Stimmenzahlen von rund 3.100 beziehungsweise 2.900 Votes. Auf Rang drei folgt das Vorgängermodell GPT-Image-2 mit 1381 Punkten aus rund 78.700 Votes.

Dahinter reihen sich Microsofts mai-image-2.6 (1331), SpaceXAIs grok-imagine-image-2.0 (1315) sowie mehrere Modelle von Reve, Meta, Google und Bytedance ein. Da die Bewertungen der beiden neuen OpenAI-Modelle vorläufig sind, kann sich ihre Position mit steigender Stimmenzahl noch verschieben.

Watermarking in Kooperation mit Google DeepMind

Bei der Herkunftskennzeichnung setzt OpenAI weiterhin auf den Industriestandard C2PA, der Metadaten zur Nachverfolgung einbettet. Um die Provenienz widerstandsfähiger zu machen, integriert OpenAI zusätzlich ein unsichtbares Wasserzeichen über Google DeepMinds SynthID, und zwar in ChatGPT, Codex und der API. Laut OpenAI gebe es keine einzelne Lösung für die Herkunftskennzeichnung, weshalb man einen mehrschichtigen Ansatz verfolge.

Images 2.5 steht ab sofort weltweit für alle ChatGPT-, ChatGPT-Work- und Codex-Nutzer über Desktop, Mobile und Web zur Verfügung, einschließlich der kostenlosen Version. Laut OpenAI gelten dabei kürzere Wartezeiten und höhere Nutzungslimits. Unsere Tests lassen darauf schließen, dass der Chat-Modus aktuell das schwächere Modell nutzt.

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