China blockiert Metas 2-Milliarden-Dollar-Übernahme von KI-Start-up Manus
Kurz & Knapp
- Chinas Wirtschaftsbehörde NDRC zwingt Meta, die bereits abgeschlossene Übernahme des KI-Start-ups Manus für zwei Milliarden Dollar rückabzuwickeln.
- Die Aufhebung ist schwierig, da Meta die Technologie bereits in eigene Produkte integriert hat. Als Ausweg gilt ein Weiterverkauf oder die Rückgabe an Altinvestoren.
- Peking sieht in dem Kauf einen Angriff auf seine technologische Basis. Beobachter werten den harten Schritt als Warnsignal und Verhandlungsmasse für den kommenden Xi-Trump-Gipfel.
Peking ordnet die Rückabwicklung der bereits abgeschlossenen Übernahme an. Der Schritt fällt in eine Phase verschärfter technologischer Rivalität zwischen den USA und China.
Chinas oberste Wirtschaftsplanungsbehörde NDRC hat Meta die Übernahme des KI-Start-ups Manus untersagt und die beteiligten Parteien aufgefordert, den Deal rückabzuwickeln. Die Behörde verbiete "ausländische Investitionen" in Manus und habe "die betroffenen Parteien aufgefordert, die Übernahmetransaktion aufzuheben", heißt es in der Erklärung.
Der Deal über 2 Milliarden US-Dollar war im Dezember angekündigt und Anfang 2026 abgeschlossen worden. Meta hatte Manus als Teil seiner Bemühungen übernommen, im KI-Wettlauf mit OpenAI und Google aufzuholen. Meta hat die Technologie bereits teilweise in eigene Produkte integriert, was eine Rückabwicklung erheblich erschwert. Als Optionen kommen laut der Financial Times ein Weiterverkauf oder eine Rückgabe an frühere Investoren in Frage.
Manus wurde 2022 von dem chinesischen Start-up Butterfly Effect gegründet und verlegte seinen Hauptsitz samt Kernteam nach einer von der US-Risikokapitalfirma Benchmark Capital angeführten Finanzierungsrunde nach Singapur.
Peking sendet Warnsignal vor Trump-Xi-Gipfel
Mehrere chinesische Behörden hatten den Deal seit Januar geprüft, darunter die NDRC, das Handelsministerium und die Kartellbehörde. Im März hinderten die Behörden zwei Mitgründer von Manus daran, China zu verlassen. Peking hatte die Übernahme zuvor als "verschwörerischen" Versuch bezeichnet, die technologische Basis des Landes auszuhöhlen.
Eine mit den Hintergründen vertraute Person sagte der Financial Times, die Geste sei "ziemlich hart und trage die klare Absicht, Folgedeals wie Manus zu unterbinden". In der Realität sei ein bereits abgeschlossener Deal schwer rückabzuwickeln. Es gehe eher um "verbale Warnungen bei ähnlichen Deals und den Aufbau von Verhandlungsmasse vor dem Xi-Trump-Gipfel".
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