Claude-Entwickler Anthropic sichert sich 300 Megawatt Rechenleistung von SpaceX
Anthropic hat eine Partnerschaft mit SpaceX geschlossen, um die gesamte Rechenkapazität von SpaceX' Colossus-1-Rechenzentrum zu nutzen.
Das sind mehr als 300 Megawatt und über 220.000 NVIDIA-GPUs, die innerhalb eines Monats verfügbar sein sollen. Gleichzeitig hebt Anthropic die Nutzungslimits für Claude an: Die Fünf-Stunden-Ratenlimits innerhalb eines Monats für ClaudeCode werden für Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Kunden verdoppelt, die Drosselung zu Stoßzeiten für Pro- und Max-Konten entfällt, und die API-Limits für Claude-Opus-Modelle steigen deutlich.
Die neuen API-Ratenlimits für Claude Opus im Überblick:
| Tier | Maximum input tokens per minute | Maximum output tokens per minute |
|---|---|---|
| 1 | 30,000 → 500,000 | 8,000 → 80,000 |
| 2 | 450,000 → 2,000,000 | 90,000 → 200,000 |
| 3 | 800,000 → 5,000,000 | 160,000 → 400,000 |
| 4 | 2,000,000 → 10,000,000 | 400,000 → 800,000 |
Die SpaceX-Vereinbarung ergänzt bestehende Compute-Deals mit Amazon (bis zu 5 GW), Google und Broadcom (5 GW), Microsoft und NVIDIA (30 Milliarden Dollar Azure-Kapazität) sowie eine 50-Milliarden-Dollar-Investition mit Fluidstack.
Anthropic prüft zudem "orbitale KI-Rechenkapazität" mit SpaceX. Außerdem hat Anthropic zugesagt, etwaige Strompreiserhöhungen für Verbraucher zu übernehmen, die durch seine Rechenzentren in den USA entstehen, und prüft, diese Zusage auch auf neue Standorte auszuweiten.
Anthropic benutzt die Ankündigung auch für Politik: Man werde gezielt nur mit demokratischen Ländern zusammenarbeiten, deren rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen Investitionen dieser Größenordnung ermöglichen und deren Lieferketten für Hardware, Netzwerk und Einrichtungen sicher seien. Dass man hier ausgerechnet mit SpaceX kooperiert, einem Unternehmen von Elon Musk, dessen politische Ansichten zunehmend als autoritär eingestuft werden, ist ein bemerkenswerter Widerspruch.
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