Claude for Government: Anthropic bringt KI-Agenten in US-Bundesbehörden
Anthropic stellt Claude for Government ab sofort für US-Bundes- und Staatsbehörden bereit. Die Plattform war seit Juli in einer offenen Beta-Phase und läuft in einer FedRAMP-High-autorisierten Umgebung, der strengsten Sicherheitsstufe des US-Regierungsprogramms für Cloud-Dienste.
Das Angebot richtet sich an zivile Behörden, denn für das Pentagon ist Claude gesperrt. Weil Anthropic seine Verbote für Massenüberwachung und autonome Waffen nicht aufgeben wollte, stufte das Pentagon das Unternehmen im März als Lieferkettenrisiko ein. Trump wies alle Bundesbehörden an, Claude nicht mehr zu nutzen. Im Iran-Krieg kam Claude trotzdem weiter zum Einsatz, bevor es vollständig entfernt wurde. Ende August kippte eine Richterin in San Francisco eine von zwei Einstufungen als rechtswidrige Vergeltung. Ende September bestätigte ein Berufungsgericht in Washington dagegen die zweite. Ein Abendessen von Anthropic-Chef Dario Amodei mit Trump am Sonntag deutet auf Entspannung hin, ob diese anhält, ist offen.
Laut Anthropic erhalten Behörden dieselben Funktionen wie Firmenkunden und zahlen nach Verbrauch mit festen Obergrenzen. Administratoren steuern Budgets und Modellzugriffe pro Abteilung und erhalten Prüfprotokolle sowie eine Zwei-Personen-Freigabe für sensible Aktionen. Chats bleiben lokal auf Behördengeräten.
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