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Claude Tag: Anthropic lässt seine KI per @Claude in Slack mitarbeiten

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Anthropic

Kurz & Knapp

  • Anthropic integriert seine KI mit "Claude Tag" tiefer in Slack. Nutzer können per @Claude Aufgaben verteilen, die das Modell mit angebundenen Tools schrittweise abarbeitet.
  • Pro Channel agiert ein gemeinsamer Claude, der durch das Mitlesen Kontext aufbaut und Aufgaben asynchron über Tage verfolgt. Bei Anthropic erstellt das Tool intern bereits 65 Prozent des Produkt-Codes.
  • Administratoren steuern die Datenzugriffe pro Channel, wodurch sichere, abteilungsbezogene KI-Identitäten entstehen. Die Beta-Version nutzt das Modell Opus 4.8 und richtet sich ab sofort an Enterprise- und Team-Kunden.

Mit Claude Tag lässt sich Anthropics KI per @Claude in Slack-Channels einbinden und mit Aufgaben betrauen. Intern erstellt das Werkzeug nach Unternehmensangaben bereits 65 Prozent des Codes im Produktteam.

Anthropic hat mit Claude Tag eine neue Methode vorgestellt, um die hauseigene KI in Slack einzubinden. Administratoren gewähren dem Modell Zugriff auf ausgewählte Channels und verbinden es mit Tools, Daten und Codebases. Anschließend kann jeder im Channel @Claude taggen und eine Aufgabe in einfachen Worten formulieren. Das Modell zerlegt sie in Stufen, arbeitet sie mit den verfügbaren Tools ab und meldet das Ergebnis in einem Slack-Thread zurück.

Anthropic ordnet Claude Tag als Weiterentwicklung von Claude Code ein. Intern sei das Taggen von @Claude bereits eine zentrale Arbeitsweise: Nach Angaben des Unternehmens werden 65 Prozent des Codes im Produktteam von einer internen Version erstellt. Genutzt werde es auch außerhalb des Engineerings, etwa zum Verfolgen von Produktmetriken, zum Bearbeiten von Support-Tickets oder zur Ursachensuche bei Bugs.

Ein gemeinsamer Claude pro Channel statt Einzelchat

Im Vergleich zum klassischen Einzelchat nennt Anthropic einige Unterschiede. Es gibt pro Channel nur einen Claude, der mit allen Beteiligten interagiert. Jeder sieht, woran das Modell gerade arbeitet, und kann eine Konversation dort aufnehmen, wo der Vorgänger aufgehört hat. Das Modell baut zudem mit der Zeit Kontext auf, indem es dem Geschehen im Channel folgt. Mit entsprechender Erlaubnis kann es auch aus anderen Channels und Datenquellen lernen. Aus privaten Channels berichtet es laut Anthropic nicht.

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Ist das sogenannte "ambient" Verhalten aktiviert, meldet @Claude außerdem proaktiv relevante Informationen und hakt bei liegengebliebenen Threads oder Aufgaben nach. Dazu arbeitet das Modell asynchron: Es kann sich selbst Aufgaben terminieren und ein Projekt über Stunden oder Tage hinweg eigenständig verfolgen. Per Direktnachricht antwortet es privat mit den persönlich eingerichteten Tools und Connectors.

Für den Enterprise-Einsatz legen Administratoren fest, auf welche Tools und Informationen das Modell in welchen Channels zugreifen darf. So entstehen getrennte Claude-Identitäten für unterschiedliche Zwecke, deren Erinnerungen auf die jeweiligen Channels begrenzt bleiben. Ein für den Vertrieb eingerichtetes Modell gibt demnach keine Memories an das Engineering weiter. Administratoren können Token-Limits setzen und ein Protokoll aller Aktionen samt Auftraggeber einsehen.

Verfügbar ist Claude Tag ab sofort in der Beta für Kunden von Claude Enterprise und Team. Es ersetzt die bisherige App "Claude in Slack", Administratoren können innerhalb von 30 Tagen migrieren. Technisch läuft das Werkzeug auf Opus 4.8.

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Quelle: Anthropic