Anzeige
Skip to content

Coinbase wechselt zu chinesischen KI-Modellen und halbiert seine KI-Ausgaben

Image description
Nano Banana Pro prompted by THE DECODER

Auch Coinbase-CEO Brian Armstrong hat sein Unternehmen auf chinesische Standard-KI-Modelle umgestellt. Sein Unternehmen verbraucht zwar weiter mehr Token als früher, aber bezahlt nur noch die Hälfte.

Coinbase setzt laut Armstrong unter anderem auf GLM 5.2 und Kimi 2.7. Entwickler dürfen weiterhin jedes Modell nutzen, doch 91 Prozent hätten ihre bisherigen Nutzungslimits ohnehin nie erreicht.

Der CEO des Startups Lindy äußerte sich kürzlich ähnlich. Auch Snowflake testet chinesische Modelle als Alternative zu den teuren westlichen Modellen von OpenAI und Anthropic. Für westliche KI-Labore bedeutet das mehr Preisdruck, ein Risiko gerade im Kontext anstehender Börsengänge. Das Geschäftsmodell steht auf dem Prüfstand.

Darüber hinaus leitet bei Coinbase ein automatisches Routing-System Anfragen an das jeweils passende Modell weiter. Dabei werden Aufgabe, Preis und Caching berücksichtigt. Besseres Caching habe die Trefferquote von 5 auf 60 Prozent gesteigert. Entwickler sollen zudem ihren Kontext schlank halten und bei neuen Aufgaben frische Sitzungen starten, ein Aspekt des Context-Engineering.

Anzeige
DEC_D_Incontent-1

Auch bei Coinbase stieg die Token-Nutzung in den vergangenen Monaten steil an. Das fällt zusammen mit dem Release agentischer Reasoning-Modelle wie GPT-5.x-Thinking oder Opus 4.5 und deren Nachfolgern. | Bild: Armstrong

Coinbase verbindet Tokenmaxxing mit Nachweispflicht

Außerdem macht Coinbase den Verbrauch jedes Entwicklers sichtbar, ohne ihn zu begrenzen. Das erinnert an das Tokenmaxxing, bei dem Beschäftigte bei Amazon und Meta Anerkennung dafür bekamen, möglichst viele Tokens zu verbrauchen, ohne die Wirkung begründen zu müssen. Aber bei Coinbase gibt es eine Zusatzregel: Wer mehr ausgibt, muss mehr Wirkung nachweisen, so Armstrong.

Mit diesen Maßnahmen habe Coinbase die KI-Ausgaben um die Hälfte reduziert. Die Token-Nutzung steige jedoch weiter, so Armstrong.

Dass Unternehmen zunehmend auf solche Optimierungsstrategien setzen, beschreiben wir auch in unserem KI-Radar #3 zur entstehenden Tokenökonomie. Zudem zeichnet sich ein Preiskampf zwischen OpenAI und Anthropic ab. OpenAIs GPT-5.6-Sol kostet zwar gleich viel wie GPT-5.5, soll aber tokeneffizienter sein als Claude Fable und Mythos. Zusätzlich bietet OpenAI zwei 5.6-Modelle mit weniger Leistung, aber deutlich geringeren Kosten an.

Anzeige
DEC_D_Incontent-2

KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert

Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.

Quelle: Brian Armstrong