DeepSeek jetzt über 50 Milliarden Dollar wert, aber Investoren haben kein Stimmrecht
Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat in seiner ersten externen Finanzierungsrunde mehr als 50 Milliarden Yuan, rund 7,4 Milliarden Dollar, eingesammelt. Die Bewertung liegt bei über 50 Milliarden Dollar, berichtet The Information. Noch im April war von mindestens 300 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 10 Milliarden Dollar die Rede.
Die Struktur der Runde ist ungewöhnlich: Investoren mussten ihr Geld in eine von CEO Liang Wenfeng verwaltete Beteiligungsgesellschaft einzahlen, nicht direkt in DeepSeek. Sie haben kein Stimmrecht und unterliegen einer fünfjährigen Sperrfrist. Einzige Ausnahme ist Chinas staatlicher KI-Investmentfonds, der direkt investierte und Stimmrechte behält. Laut Reuters steuerte Gründer Liang selbst rund 20 Milliarden Yuan bei. Tencent und der Batteriehersteller CATL gehören zu den größten externen Geldgebern. Liang hatte Investoren im Vorfeld mitgeteilt, dass er KI-Grundlagenforschung und AGI-Entwicklung über kurzfristige Gewinne stellt und weiterhin Open-Source-Modelle entwickeln will.
DeepSeek wurde Anfang letzten Jahres mit seinen Modellen V3 und R1 weltweit bekannt. Im April 2026 folgte V4 als bisher größtes Open-Weights-Modell, das auf Huawei-Chips läuft. Parallel setzt DeepSeek die US-Konkurrenz beim Preis unter Druck: Der 75-Prozent-Rabatt auf V4-Pro wurde dauerhaft gemacht, wodurch das Modell beim Input rund elfmal und beim Output 35-mal günstiger ist als OpenAIs GPT-5.5. Im Vergleich zu OpenAI und Anthropic, die beide an der Billionen-Grenze kratzen, ist DeepSeeks Bewertung dennoch gering.
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