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Elon Musk sagt mehr als sieben Stunden vor Gericht aus und warnt vor "Terminator-Szenario"

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Elon Musk und Sam Altman stehen sich seit dieser Woche vor einem Bundesgericht in Oakland im wohl wichtigsten Prozess der KI-Branche gegenüber.

Musk verklagt OpenAI und will die Umwandlung vom gemeinnützigen Forschungslabor in ein gewinnorientiertes Unternehmen rückgängig machen. Er fordert außerdem die Absetzung von Altman und Präsident Greg Brockman. Musk sagte über drei Tage hinweg mehr als sieben Stunden lang aus, berichtet Reuters.

"Ich war ein Narr, der ihnen 38 Millionen Dollar Gratisfinanzierung gegeben hat, um ein 800-Milliarden-Dollar-Unternehmen zu schaffen", sagte Musk laut MIT Technology Review. "Es war ausdrücklich als Wohltätigkeitsorganisation gedacht, die keiner einzelnen Person zugutekommt. Ich hätte es als gewinnorientiertes Unternehmen gründen können, und ich habe mich bewusst dagegen entschieden."

Er betonte, OpenAI gäbe es ohne ihn nicht: "Ich hatte die Idee, den Namen, habe die wichtigsten Leute rekrutiert, ihnen alles beigebracht, was ich weiß, und die gesamte Anfangsfinanzierung bereitgestellt." So habe er den Forscher Ilya Sutskever von Google abgeworben – mit Folgen: "Nachdem ich Ilya zu OpenAI geholt hatte, hat Larry Page nie wieder mit mir gesprochen."

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xAI hat wohl OpenAI-Modelle destilliert

Das Kreuzverhör durch OpenAI-Anwalt William Savitt war laut Reuters angespannt. Savitt konterte, Musk klage nur aus Neid: Er sei erst aktiv geworden, als ChatGPT erfolgreich wurde. Als Savitt ihn mit eigenen E-Mails konfrontierte, in denen Musk selbst eine For-Profit-Struktur und die Übernahme durch Tesla vorgeschlagen hatte, wurde Musk gereizt: "Ihre Fragen sind nicht einfach. Sie sollen mich reinlegen."

Musk warnte auch vor einem "Terminator-Szenario" und erklärte, KI "könnte uns alle töten", er könne das aber verhindern. Die Richterin untersagte weitere Diskussionen über existenzielle KI-Risiken.

Musk gab zudem zu, dass xAI die Modelle von OpenAI "teilweise destilliert", also zum eigenen KI-Training nutzt. Eine Überraschung ist das nicht, eher eine Bestätigung dessen, was zumindest anfangs offensichtlich war. Laut Musk sei es "gängige Praxis", andere KIs zu verwenden, um die eigene KI zu überprüfen. Ob und in welchem Umfang xAI tatsächlich OpenAI-Modelle fürs eigene Training genutzt hat, ist bisher nicht klar.

Der Ausgang des Prozesses könnte OpenAIs geplanten Börsengang gefährden. Nächste Woche sagen unter anderem die OpenAI-Mitgründer Sam Altman und Greg Brockman sowie Microsofts Satya Nadella aus.

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Quelle: MIT | Reuters