Elon Musks xAI veröffentlicht Grok 4.3 und neuen "Imagine" Multimedia-Agenten
Kurz & Knapp
- Elon Musks xAI hat das KI-Modell Grok 4.3 veröffentlicht, das speziell für Entwickler konzipiert wurde und Aufgaben wie Websuchen, Codeausführung und die Erstellung von Dokumenten eigenständig übernimmt.
- In Benchmarks zeigt Grok 4.3 eine verbesserte Leistung bei realen Wissensarbeiten und schlägt seinen Vorgänger, bleibt jedoch hinter den Spitzenmodellen von OpenAI und Anthropic zurück.
- Zusätzlich wurde der "Grok Imagine Agent Mode" als Beta-Version eingeführt, der eine zusammenhängende kreative Produktion ermöglichen soll.
Elon Musks xAI hat Grok 4.3 veröffentlicht, ein günstigeres und bei praktischen Aufgaben stärkeres Modell als der Vorgänger. Ebenfalls neu ist eine agentische Bildgenerierung.
Laut xAI-Entwickler Eric Jiang wurde Grok 4.3 gezielt auf die Bedürfnisse von Entwicklern und Unternehmen zugeschnitten: Es soll schnell, günstig und gut im Umgang mit Werkzeugaufrufen (Tool Calling) sein. Das Modell kann eigenständig Websuche, X-Suche, Python-Code-Ausführung und Dateisuche (RAG) nutzen sowie Excel-Dateien, PDFs und PowerPoint-Präsentationen erstellen.
Das Modell verarbeitet 100 Tokens pro Sekunde und bietet ein Kontextfenster von einer Million Tokens. Die Preise liegen bei 1,25 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 2,50 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Das Wissen des Modells endet im Dezember 2025. Grok 4.3 ist über OpenRouter, die xAI-API und den Hermes-Agent verfügbar.
Grok 4.3 hat Reasoning (Denkprozess) dauerhaft eingebaut: Das Modell "denkt" jetzt bei jeder Anfrage, bevor es antwortet. Reasoning-Tokens werden zum gleichen Preis wie normale Ausgabe-Tokens berechnet.
Gute Leistung bei günstigeren Preisen
Das neue KI-Modell erreicht laut dem unabhängigen Benchmark-Service Artificial Analysis einen Wert von 53 auf dem hauseigenen Intelligence Index und liegt damit knapp vor Muse Spark und Claude Sonnet 4.6 sowie vier Punkte vor der Vorgängerversion Grok 4.20, aber deutlich hinter den Flaggschiff-Modellen von OpenAI und Anthropic.

Insgesamt sinken die Kosten deutlich: Der Eingabepreis fällt um rund 40 Prozent, der Ausgabepreis um etwa 60 Prozent im Vergleich zu Grok 4.20. Laut Artificial Analysis liegt Grok 4.3 damit auf der sogenannten Pareto-Grenze: dem Punkt, an dem das Verhältnis von Leistung zu Kosten am besten ist. Der gesamte Benchmark-Durchlauf kostet 395 Dollar, während teurere Modelle wie GPT-5.5 (3959 Dollar) oder Claude Opus 4.7 (4811 Dollar) zwar leistungsstärker sind, aber ein Vielfaches kosten.

Beim GDPval-AA-Benchmark, der die Leistung von KI an realen Aufgaben aus der Wissensarbeit misst, steigt der Elo-Wert um 321 Punkte auf 1500. Damit übertrifft Grok 4.3 etwa Googles Gemini 3.1. Allerdings liegt OpenAIs GPT-5.5 mit 276 Elo-Punkten weiter recht deutlich voraus.
Andon Labs, das KI-Modelle einen Snackautomaten bedienen lässt, berichtet von Rückschritten bei autonomen Agenten-Aufgaben: Das Modell setze teilweise einfach aus, statt zu handeln. Vals AI sieht Schwächen bei allgemeinem Coding und schwierigen Matheaufgaben, hier startet Grok 4.3 nur auf Platz 13. Dafür erzielt es Bestwerte bei juristischer Analyse (CaseLaw) und Unternehmensfinanzen (CorpFin).
Bild-Agent soll bei KI-Medienerstellung helfen
Ebenfalls neu ist der Grok Imagine Agent Mode, der als Beta auf der Grok-Weboberfläche verfügbar ist. Der Modus geht über einfache Eingabeaufforderungen hinaus und soll eine zusammenhängende kreative Produktion ermöglichen: Ein KI-Agent plant, generiert, bearbeitet und überarbeitet Inhalte automatisch in einem offenen Arbeitsbereich. Nutzer können etwa einen einminütigen Film, ein komplettes Manga-Set oder Produktgeschichten erstellen lassen.
Der Agent Mode ist über das Grok-Web-Interface zugänglich, er kann im Eingabefeld unten links aktiviert werden. Allerdings ist hierfür ein Bezahlaccount notwendig.
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