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"Fast kein Interface, fast kein Produkt": OpenAI-Mitgründer skizziert ChatGPT-Vision

OpenAIs "Plugins" sind an zu schlechten KI-Modellen gescheitert. Plugins erschienen 2023 und sollten ChatGPT um Funktionen wie Internetsuche und Drittanbieter-Apps wie Gmail oder Shopping erweitern. "Es hat überhaupt nicht geklappt, weil die Modelle damals nicht ansatzweise gut genug waren", sagt OpenAI-Mitgründer Greg Brockman. Das hinderte OpenAI damals nicht daran, die Technik groß zu vermarkten.

Für die Zukunft hat Brockman eine andere Vorstellung: Menschen sollen Software nicht mehr lernen müssen. ChatGPT soll zu einer unsichtbaren Schicht werden, über die Nutzer digitale Aufgaben delegieren. "Man will fast kein Interface, fast kein Produkt", so Brockman. Das Ziel sei ein dauerhafter, kontextbewusster Agent, der eigenständig handelt, statt einer App mit immer mehr Funktionen.

OpenAIs eigene Produkte widersprechen dieser Vision noch: Ein Profi-Tool wie Codex ist so komplex, dass es Lichtjahre von einem unsichtbaren Interface entfernt ist. Hinzu kommt die mangelnde Verlässlichkeit der KI-Modelle, die sich nur durch aufwendige Prompt-Optimierungen und Integrationen verbessern lässt. Anthropic, OpenAI und Microsoft haben zuletzt eigene Firmen gegründet, die Unternehmen direkt vor Ort helfen sollen, KI in Prozesse zu integrieren.

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Quelle: Alex Kantrowitz