Florida verklagt OpenAI und CEO Altman wegen Gefährdung Minderjähriger durch ChatGPT
Florida verklagt als erster US-Bundesstaat OpenAI und CEO Sam Altman persönlich. Die 83-seitige Klage wirft dem Unternehmen vor, ChatGPT als sicher zu vermarkten, obwohl der Chatbot Minderjährigen gefährliche Inhalte liefere, Gewalt erleichtert habe und Nutzer in Abhängigkeit treibe. Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier sagt, OpenAI habe "Profit über öffentliche Sicherheit gestellt", und droht mit Strafen in Milliardenhöhe. Es sind zahlreiche Fälle dokumentiert, in denen Menschen durch ChatGPT Schaden nahmen.
Die Klage behandelt ChatGPT als haftungsfähiges Produkt und als "Public Nuisance" (Gefährdung der Allgemeinheit) – ein juristisch ungewöhnlicher Ansatz mit möglicher Signalwirkung für Chatbots. Laut Klageschrift hat die Gratisversion keinerlei echte Altersprüfung, obwohl Zehntausende Nutzer unter 13 Jahre alt seien. Daten würden bereits gesammelt, bevor Nutzer den Nutzungsbedingungen zustimmen. Die Klage argumentiert sogar mit kognitiver Erosion durch KI-Nutzung.

Zudem zitiert die Klage interne Vorwürfe: Altman habe Sicherheitstests für GPT-4o persönlich verkürzt, und OpenAI habe statt der versprochenen 20 Prozent nur 1–2 Prozent der Rechenleistung für KI-Sicherheit bereitgestellt. OpenAI hat sich bislang nicht geäußert.
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