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Google-CEO Sundar Pichai: "Die Leute lieben unsere KI-Erlebnisse wie AI Mode und AI Overviews"

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Kurz & Knapp

  • Alphabet investiert bis 2026 bis zu 190 Milliarden US-Dollar in seine KI- und Cloud-Infrastruktur, um das rasante Wachstum der Server- und Netzwerkdienste zu bewältigen. 2027 sollen die Investitionen signifikant zulegen.
  • Der Umsatz von Google Cloud stieg im Jahresvergleich um 63 Prozent auf über 20 Milliarden Dollar, wohl angetrieben durch eine hohe KI-Nachfrage und einen gestiegenen Tokenverbrauch.
  • Genaue Umsatzzahlen für das reine KI-Geschäft weist Google jedoch weiter nicht aus. Zudem bleibt offen, wie stark das Wachstum von zirkulären Deals profitiert, bei denen Google in KI-Start-ups wie Anthropic investiert und diese das Geld im Gegenzug für Google-Cloud-Dienste ausgeben.

Alphabet investiert bis 2026 bis zu 190 Milliarden US-Dollar in seine KI- und Cloud-Infrastruktur. 2027 soll dieser Betrag noch einmal "signifikant" steigen.

Das rasante Wachstum der Server- und Netzwerkdienste dürfte diesen massiven Kapitalbedarf treiben: Google Cloud überstieg erstmals 20 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz und wuchs damit um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut Google ist das Wachstum primär KI-getrieben, was sich unter anderem am deutlich höheren Tokenverbrauch zeige.

Der Cloud-Umsatz hätte noch höher ausfallen können: CEO Sundar Pichai sagte, das Unternehmen sei kurzfristig durch fehlende Rechenkapazität begrenzt. Der Cloud-Auftragsbestand wuchs auf 462 Milliarden Dollar.

Insgesamt erzielte Alphabet im ersten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 109,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 22 Prozent. Google verkauft seine TPU-Chips (eigene KI-Beschleuniger) zudem künftig nicht mehr ausschließlich als Cloud-Infrastruktur, sondern liefert sie auch direkt in die Rechenzentren ausgewählter Kunden.

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Alphabets Quartalshighlights: Google Search wuchs um 19 Prozent, Cloud um 63 Prozent, die KI-Modelle verarbeiten über 16 Milliarden Tokens pro Minute, die Zahl der Bezahlabos erreichte 350 Millionen und Waymo absolviert wöchentlich über 500.000 autonome Fahrten. | Bild: Alphabet

Starkes Wachstum ohne konkrete KI-Zahlen

Der Umsatz aus GenAI-Modellen sei im Vergleich zum Vorjahr um 800 Prozent gestiegen, die Deal-Größen nähmen zu. Die Zahl der zahlenden monatlich aktiven Nutzer in Googles B2B-Angebot Gemini Enterprise stieg binnen eines Quartals um 40 Prozent. Auch die Consumer-Gemini-Angebote hätten ihr bislang stärkstes Quartal erlebt.

Die angeblich tote Google-Suche wuchs um 19 Prozent auf 60,4 Milliarden Dollar. Dazu beigetragen hat laut Werbechef Philipp Schindler, dass Googles KI-Modell Gemini besser verstehe, was Nutzer mit einer Suchanfrage wirklich meinen. Dadurch könne Google auch bei längeren und komplexeren Suchanfragen passende Werbung anzeigen, was vorher schwierig gewesen sei.

"Die Leute lieben unsere KI-Erlebnisse wie AI Mode und AI Overviews und kommen häufiger zur Suche zurück", sagt CEO Pichai. Die KI-Antworten stehen in der Kritik, weil Google damit Traffic abfängt, der eigentlich auf Webseiten führen würde. Google drängt sich so in den Umsatzstrom anderer, ohne dafür nennenswerte Ausgaben zu haben.

Künftig seien auch Werbeanzeigen im Gemini-Chatbot möglich, derzeit liege der Fokus aber auf dem AI Mode. Die Kosten für die Ausspielung von AI Overviews und "Kern-KI"-Antworten im AI Mode seien durch Fortschritte bei Hardware und Engineering um 30 Prozent gesunken.

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Konkrete Umsatzzahlen speziell für das KI-Geschäft nennt Google allerdings weiterhin nicht. Zudem ist unklar, wie viel der gebuchten Auslastung aus zirkulären Deals mit KI-Start-ups wie Anthropic stammt – also Unternehmen, die von Google Geld erhalten und es dann wieder bei Google ausgeben. Offen bleibt auch, welchen wirtschaftlichen Nutzen die Unternehmen aus der gebuchten KI-Leistung tatsächlich ziehen. Das dürfte letztlich die entscheidende Frage sein, ob Google und die anderen Hyperscaler ihre massiven Investitionen dauerhaft rechtfertigen können.

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