Große Gender-Lücke bei KI-Coding-Tools: Männliche Forscher setzen Agenten wie Claude Code weit häufiger ein
Anthropic hat die Nutzung von KI in Sozialwissenschaften untersucht. Demnach nutzen viel mehr Männer als Frauen sogenannte Coding-Agenten, also KI-Tools wie Claude Code, die automatisch Programmcode schreiben. Forscher mit typisch männlichen Namen setzen diese Werkzeuge mehr als doppelt so häufig ein wie solche mit typisch weiblichen Namen. Dieser Unterschied bleibt auch innerhalb gleicher Fachrichtungen und Karrierestufen bestehen.

Ökonomen liegen bei der Coding-Agenten-Nutzung mit 39 Prozent Nutzung vorn, Bildungswissenschaftler mit vier Prozent am Ende. Doktoranden und Postdocs greifen deutlich häufiger zu Code-KI als Professoren, und Forscher an Top-25-Universitäten nutzen die Tools 40 Prozent häufiger. Der häufigste Einsatzzweck ist mit 97 Prozent die Code-Generierung für Datenanalyse. Nur ein Drittel nutzt KI zum Schreiben von Texten.

Laut den Autoren sind die Unterschiede bei Geschlecht, Karrierestufe und Universitätsrang bei Coding-Agenten größer als bei der allgemeinen KI-Nutzung.
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