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KI als Verbrauchsgeschäft: Microsoft-CEO Satya Nadella will "intensive Nutzung durch intensive Anwender"

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Kurz & Knapp

  • Microsoft erzielte im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz von 82,89 Milliarden Dollar, angetrieben von einem starken Wachstum der Azure-Cloud um 40 Prozent.
  • Zudem stieg die Zahl der zahlenden Nutzer von Microsoft 365 Copilot auf über 20 Millionen. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von 190 Milliarden Dollar.
  • Um einer möglichen Kannibalisierung klassischer Softwarelizenzen durch KI-bedingte Personaleinsparungen entgegenzuwirken, setzt Microsoft künftig auf Geschäftsmodelle aus Lizenz und Nutzung.

Nach Google berichtet auch Microsoft von Rekordgewinnen und starkem Cloud-Wachstum, kann aber mit Blick auf generative KI keine Sicherheit vermitteln.

Microsoft hat im dritten Geschäftsquartal (bis Ende März) einen Umsatz von 82,89 Milliarden Dollar erzielt, ein Plus von 18 Prozent im Jahresvergleich. Microsoft Cloud insgesamt erreichte 54,5 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 29 Prozent. Besonders stark wuchs die Azure-Cloud mit 40 Prozent (39 Prozent währungsbereinigt) und soll dieses Wachstum auch im nächsten Quartal beibehalten.

Microsoft 365 Copilot zählt laut Microsoft inzwischen mehr als 20 Millionen zahlende Nutzer, im Januar waren es noch 15 Millionen. Copilot habe das gleiche wöchentliche Nutzungsniveau wie Outlook erreicht, ein Zeichen dafür, dass KI-Nutzung alltäglich werde, so das Unternehmen.

Wie auch Google plant Microsoft für 2026 Investitionsausgaben von 190 Milliarden Dollar, deutlich über den Erwartungen. Trotz dieses Ausbaus würden Kapazitäten mindestens bis Ende 2026 knapp bleiben.

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Die Umsatz- und Margenprognose für das nächste Quartal blieb allerdings hinter den Analystenerwartungen zurück, die Aktie fiel im heutigen Handel darauf um mehr als fünf Prozent. Zudem ist Microsoft, ähnlich wie Google, nicht transparent, was den KI-Umsatz angeht: Es fehlt eine saubere Aufschlüsselung, wie viel des Azure-Wachstums konkret aus KI kommt, wie profitabel Copilot einzeln ist und wie groß der direkte Umsatzbeitrag von OpenAI als Kunde inzwischen tatsächlich ist.

KI-Einnahmen und -Ausgaben auf dem Prüfstand

Auf die grundsätzliche Sorge, KI könnte klassische Softwaregeschäfte kannibalisieren, wenn Unternehmen weniger Mitarbeiter und entsprechend weniger Softwarelizenzen benötigen, hat CEO Satya Nadella bereits eine Antwort: Anlässlich der Quartalszahlen sagte er, dass "jedes nutzerbezogene Geschäft, ob Produktivität, Programmierung oder Sicherheit, zu einem Geschäft aus Nutzerlizenz und Verbrauch wird."

Der Konzern hat das Programmiertool GitHub Copilot bereits auf ein Modell aus Lizenz und Nutzung umgestellt. Sollten Unternehmen mit weniger Mitarbeitern, die dafür mehr KI nutzen, genauso produktiv sein wie heute mit vielen Mitarbeitern, könnte der Rückgang bei den Lizenzen durch höhere Nutzungskosten aufgewogen werden.

Wenn KI-Ausgaben jedoch bald dem Äquivalent von mehreren Vollzeitstellen in mittleren Betrieben entsprechen, wird der Druck weiter steigen, den monetären Mehrwert von KI nachzuweisen. Bislang gelingt das den wenigsten Unternehmen, was nicht nur, aber auch mit der schwierigen Erfolgsmessung von Arbeit am Computer zu tun hat. Lokale Effekte lassen sich zwar gut messen, etwa die Geschwindigkeit einzelner Mitarbeiter. Aber ob und wie sich das auf das Gesamtergebnis eines Unternehmens auswirkt, ist eine ungleich komplexere Frage.

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Nadella sieht das ähnlich: Letztlich werde der Wert daran gemessen, welche konkreten Ergebnisse Unternehmen erzielen, wenn KI-Agenten im Auftrag der Nutzer oder gemeinsam mit ihnen arbeiten. Entscheidend sei, dass KI-Funktionen Arbeitsabläufe verkürzen, Umsätze steigern und Kosten senken. Das treibe die Nutzung. Es gehe nicht mehr wie früher darum, möglichst viele Lizenzen zu verkaufen, sondern um "intensive Nutzung durch intensive Anwender."

 

 

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Quelle: Microsoft