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KI-Antworten in der Suche: WWWiderstand wächst, und Google zahlt

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Google zahlt laut The Information rund 100 digitalen Verlagen Geld dafür, wie stark ihre Inhalte zu KI-Antworten in AI Overviews, AI Mode und dem Gemini-Chatbot beitragen.

Das Pilotprogramm läuft seit weniger als einem Jahr. Wie oft ihre Inhalte genutzt werden und wie viel sie dafür bekommen, sehen die Verlage in der Google Search Console.

Die Zahlungen variieren stark. Bei mehreren kleinen und mittelgroßen Blogs und Websites machen sie weniger als 0,1 Prozent der Werbeeinnahmen aus. Ein Verlag erhielt in wenigen Monaten 50.000 bis 60.000 Dollar, ein anderer verdient mehr als eine Million Dollar pro Jahr. Kleine Seiten kamen über mehrere Monate auf weniger als 1.000 Dollar.

Die Höhe richtet sich danach, wie viel ein Inhalt zu einer KI-Antwort beiträgt. Nicht jede genutzte Quelle zählt dabei gleich. Einige Teilnehmer sagen allerdings, sie wüssten nicht, wie ihre Zahlungen berechnet werden. Zudem könnten sich die Beträge ohne Erklärung von Monat zu Monat ändern. Inhalte zu Nischenthemen mit großem Interesse wie Anime und Gaming bringen offenbar mehr Geld.

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Verlage unter Druck setzen Google unter Druck

Einige größere Verlage verzichten laut The Information bewusst auf eine Teilnahme, um Google zu höheren Zahlungen zu drängen. Hintergrund sind sinkende Besucherzahlen: Zahlreiche Studien zeigen, dass AI Overviews den Traffic ins offene Web massiv reduzieren.

Im Juli 2025 beschwerte sich eine Gruppe unabhängiger Verlage bei der EU-Kommission über AI Overviews. Im September 2025 verklagte Penske Media, der Mutterkonzern von Rolling Stone, Google wegen sinkender Besucherzahlen und Werbeeinnahmen. Im Dezember 2025 leitete die EU-Kommission ein Kartellverfahren ein. Sie prüft, ob Google Verlagen unfaire Bedingungen aufzwingt, weil es ihre Inhalte ohne angemessene Vergütung und ohne echte Rückzugsmöglichkeit für KI-Funktionen nutzt.

Ein deutsches Gericht hat zudem geurteilt, dass KI-Übersichten eigene Inhalte sind und keine Zusammenfassungen bestehender Inhalte. Sollte sich diese Sicht durchsetzen, wären die Verlage in einer deutlich stärkeren Position: Google könnte nicht mehr im Alleingang entscheiden, ob und an wen es zahlt. Stattdessen gäbe es eine gesetzliche Grundlage, Zahlungen einzufordern.

Bisher bestimmt Google die Regeln selbst über ausgewählte Lizenz-Deals, eine Opt-out-Funktion und ein Vergütungsmodell, bei dem es den Wert eines Inhalts festlegt. Das erzeugt nach dem Prinzip "Teile und herrsche" ein Gefangenendilemma: Einige wenige Verlage profitieren, der größere Teil erhält wenig oder gar nichts. Wer aussteigt, setzt Google kaum unter Druck, denn andere Quellen füllen die Lücke. Wer bleibt, akzeptiert Googles Preise. Gemeinsam hätten Verlage mehr Verhandlungsmacht; jeder für sich hat kaum Gewicht.

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Quelle: The Information