KI-Boom in San Francisco treibt Mieten so hoch, dass selbst Topverdiener keine Wohnung finden
Der KI-Boom in San Francisco treibt die Lebenshaltungskosten so stark in die Höhe, dass selbst Tech-Beschäftigte mit sechsstelligen Gehältern kaum noch mithalten können. Laut der New York Times suchten eine Recruiterin mit 180.000 Dollar Jahresgehalt und ihr Partner, ein Software-Ingenieur mit 185.000 Dollar, drei Monate lang vergeblich eine Wohnung unter 5.000 Dollar Monatsmiete. Der Ingenieur zog schließlich an den Lake Tahoe, sie lebt weiterhin in einer WG für 1.650 Dollar.
Die möglichen Börsengänge von OpenAI und Anthropic, beide knapp eine Billion Dollar wert, könnten den Reichtum einiger weniger noch weiter steigern und damit auch die Preise in San Francisco. Die Durchschnittsmiete liegt dort bei 3.827 Dollar, der Medianpreis für Eigenheime erreicht 1,7 Millionen Dollar. Die Leerstandsquote in begehrten Vierteln wie Marina District oder Pacific Heights ist von 13 Prozent im Jahr 2020 auf rund 3 Prozent gefallen.
Allein OpenAI soll im letzten Herbst 75 Multimillionäre geschaffen haben, die jeweils rund 30 Millionen US-Dollar erhielten. Schon zuvor beschrieb der Risikokapitalgeber Deedy Das von Menlo Ventures eine neue KI-Elite von rund 10.000 Personen mit Vermögen über 20 Millionen Dollar. Alle anderen fühlten sich abgehängt.
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