KI-Forscher Yann LeCun warnt vor "großer Blasenexplosion" in der KI-Branche
KI-Labore wie OpenAI und Anthropic riskieren eine "große Blasenexplosion", wenn sie nicht Kosten senken oder Preise erhöhen, sagte Yann LeCun, Gründer von AMI Labs, gegenüber CNBC. Die Preise für KI-Dienste stiegen, die Betriebskosten sänken aber nicht schnell genug. Alle diese Firmen verlören Geld, die Nutzung werde faktisch von Investoren subventioniert. Auch OpenAI-Chef Sam Altman hatte KI-Kosten für Unternehmen kürzlich als "großes Problem" bezeichnet.
LeCun kritisierte zudem Elon Musks xAI als "eine Art Scheitern", da das Gründungsteam das Unternehmen verlassen habe und Musk kaum noch Top-Leute anwerben könne. Er erwartet nicht, dass xAI mit OpenAI oder Anthropic konkurrieren kann. LeCun und Musk sind in den vergangenen Jahren immer wieder öffentlich aneinandergeraten, insbesondere weil LeCun Musks politische Haltung ablehnt.
LeCuns Aussagen sind nicht ganz uneigennützig: Statt auf große Sprachmodelle, die bei OpenAI und Anthropic dominieren, setzt LeCun auf "World Models", die ein Verständnis der realen Welt aufbauen. Seine Firma AMI Labs sammelte dafür im März eine Milliarde Dollar ein. Ein Platzen der LLM-Blase könnte mehr Geld in seine Forschung bringen, aber auch den Markt insgesamt abkühlen.
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