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KI-Konferenz ICLR versinkt in Abstracts: rund 50.000 Einreichungen vor Ablauf der Deadline

Die KI-Konferenz ICLR 2027 verzeichnet bereits jetzt rund 50.000 eingereichte Abstracts, und die Deadline ist erst nächste Woche. Zum Vergleich: Bei der ICLR 2026 waren es rund 19.500 gültige Einreichungen. Einige Einreichungen dürften von Autoren stammen, die parallel auf die Ergebnisse der NeurIPS-Konferenz warten und bei Annahme dort wieder zurückziehen. Die ICLR erlaubt das ausdrücklich. Die tatsächliche Zahl gültiger Einreichungen dürfte daher niedriger liegen, aber noch immer weit über dem Vorjahresergebnis.

Die Gründe für das Wachstum liegen auf der Hand: der Hype um KI insgesamt, die starke industrielle Forschung, bei der Gehaltszahlungen teils an Publikationen geknüpft sind, und, wahrscheinlich der stärkste Faktor, die viel schnellere Produktion von Papern durch KI. Eine Auswertung der NeurIPS zeigt, dass Autoren massiv KI nutzten, um ihre Paper zu verfassen.

Bereits bei der ICLR 2026 gab es Probleme mit unzureichender Qualität KI-generierter Einreichungen und Reviews, die das Vertrauen in den wissenschaftlichen Begutachtungsprozess beschädigten – und zwar auf beiden Seiten: Autoren reichten KI-generierte Paper mit erfundenen Quellen ein, und Gutachter nutzten ihrerseits KI, um die Masse an Einsendungen zu bewältigen. Angesichts der weiter wachsenden Flut an Papern dürften die Klagen in diesem Jahr nicht weniger werden.

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Quelle: via Reddit