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KI-Privatschulen punkten bei der US-Geldelite mit personalisiertem Lernen statt klassischem Unterricht

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Die US-Geldelite bereitet sich und ihre Kinder aufs KI-Zeitalter vor. Wohlhabende US-Familien wenden sich zunehmend von klassischen Schulen ab und suchen nach Alternativen.

Die Eltern argumentieren, dass KI die Wirtschaft stark verändern werde und alte Lernmethoden nicht mehr zeitgemäß seien, berichtet das Wall Street Journal. Sie setzen auf Schulen, die Lebenskompetenzen in den Mittelpunkt stellen, Lehrer als "Guides" oder "Coaches" bezeichnen und KI-Tutoren einsetzen, die den Lehrplan individuell an jedes Kind anpassen.

Ein Beispiel ist die vor zwölf Jahren in Austin, Texas, gegründete Alpha School. Sie bietet zwei Stunden KI-Tutoring, gefolgt von projektbasierten Workshops. Die KI-Plattform erfasst dabei, wie aufmerksam Schüler sind, und passt den Unterricht laufend an. Das Schulgeld liegt bei bis zu 75.000 Dollar pro Jahr. Alle Lernbegleiter vor Ort verdienen sechsstellig, so Sprecherin Anna Davlantes.

Die Schule wächst: 2025 kamen acht neue Standorte hinzu, darunter San Francisco und New York. Im Herbst sollen fast zwei Dutzend weitere folgen, etwa in Palo Alto und Malibu. Alpha verkauft auch Homeschooling-Software und seinen kompetenzbasierten Lehrplan. Viele Alpha-Familien in New York arbeiten laut Davlantes im Finanzsektor oder sind Unternehmer, in der Bay Area kommen sie vor allem aus der Tech-Branche. Zu den prominenten Fans zählt Milliardär Bill Ackman.

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Risikokapitalgeber Shaun Johnson aus San Francisco will seinen Sohn in den Alpha-Kindergarten schicken. Er sagt: "Wir erkennen, dass das Bildungssystem wahrscheinlich kaputt ist und es Unternehmer geben wird, die versuchen, es zu reparieren." Die Personalisierung durch KI sei der Hauptgrund für seine Entscheidung, nicht der Einsatz der Technologie als Selbstzweck.

Lernt das klassische Bildungssystem den Umgang mit KI?

Dass das klassische Bildungssystem mit KI überfordert ist, zeigen unter anderem zwei aktuelle Studien. Eine chinesische Untersuchung mit mehr als 26.000 Schülern ergab, dass Hausaufgaben mit generativer KI zwar schneller und mit besseren Noten erledigt wurden, die Klausurleistungen jedoch um bis zu 24 Prozent einbrachen. Rund 81 Prozent der Langzeitnutzer lagerten ihre Denkarbeit schlicht an die KI aus. Eine Studie der UC Berkeley kam zu einem ähnlichen Ergebnis.

Traditionelle Bildungseinrichtungen haben bisher kaum Antworten darauf, wie Schüler KI sinnvoll nutzen, statt sich von ihr das Denken abnehmen zu lassen. Genau in diese Lücke stoßen Anbieter wie Alpha, die KI gezielt in den Unterricht einbetten wollen, statt sie dem Zufall zu überlassen. Doch mit Jahresgebühren von bis zu 75.000 Dollar bleibt das ein Privileg weniger.

Schulen wie Alpha sind damit auch ein Indiz für eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich im KI-Zeitalter. In San Francisco können sich selbst Topverdiener mit sechsstelligen Gehältern kaum noch passende Wohnungen leisten, während allein OpenAI im letzten Herbst 75 Multimillionäre geschaffen haben soll.

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Abseits des formalen Bildungsbetriebs ist KI allerdings wohl die größte Chance auf Bildungsgerechtigkeit seit Langem. Jeder mit Internetzugang hat heute Zugang zu einem persönlichen Tutor, der geduldig erklärt, individuell anpasst und rund um die Uhr verfügbar ist. Das Potenzial zu nutzen, erfordert allerdings genau die Kompetenz, die Schulen erst vermitteln müssten.

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