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KI-Slop vermeiden: OpenAI teilt Prompting-Tipps für GPT-6 Astra

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GPT-Image-2 prompted by THE DECODER

OpenAI veröffentlicht mit GPT-6 Astra sein bislang leistungsstärkstes KI-Modell und liefert eine detaillierte Anleitung mit, wie Entwickler das Modell richtig ansprechen sollten.

Laut OpenAI fragt GPT-6 Astra im Vergleich zu GPT-5.6 Sol häufiger nach, statt eigenmächtig Annahmen zu treffen. OpenAI beschreibt das Modell als "effektiveren Kollaborateur". Das wiederum könne dazu führen, dass das Modell stoppt, wo Nutzer erwarten würden, dass es eigenständig weiterarbeitet.

Um das Modell zu mehr Eigeninitiative zu bewegen, empfiehlt OpenAI einen Prompt, der das Modell anweist, die Absicht des Nutzers aus dem Kontext abzuleiten und eine "Tendenz zum Handeln" zu zeigen. Formulierungen wie "Kannst du...", "Ich möchte..." oder "Hilf mir..." soll das Modell als Handlungsaufforderung interpretieren, nicht als Anlass für Rückfragen.

Du sollst die Absicht und den Aufgabenumfang des Nutzers aus den Anweisungen und dem bisherigen Gesprächskontext ableiten. Deine Aufgabe ist es, eine Tendenz zum Handeln zu zeigen und die beabsichtigte Aufgabe des Nutzers bis zum Abschluss zu verfolgen. Wenn der Nutzer die Absicht äußert, neue Arbeit zu erledigen oder ein bestehendes Problem zu beheben, arbeite beharrlich weiter, bis das beabsichtigte Ziel des Nutzers erreicht ist. Arbeite eigenständig auf das Ziel des Nutzers hin (z. B. isolierte Worktrees/Checkouts erstellen, Merge-Konflikte lösen, schreibgeschützte Aktionen ausführen, Entwurfs-PRs erstellen usw.), es sei denn, die Aktionen sind eindeutig destruktiv oder irreversibel.

Außerdem soll das Modell erst dann um Genehmigung bitten, wenn es bereits ein konkretes, überprüfbares Ergebnis vorbereitet hat. OpenAI formuliert es so: "Der Nutzer soll ein konkretes, überprüfbares Ergebnis freigeben." Unaufgeforderte Warnungen, Disclaimers oder Sicherheits-Checklisten aufgrund hypothetischer Risiken soll das Modell unterlassen.

GPT-6 Astra folgt laut OpenAI längeren Anweisungen besser als seine Vorgänger, reagiert aber auch empfindlicher auf Informationen im Kontext. Das könne zum Problem werden: Unklare oder widersprüchliche Anweisungen in Skill-Dateien wie AGENTS.md können dazu führen, dass das Modell Arbeit blockiert oder in eine unerwartete Richtung abbiegt. Entwickler sollten alle Skill-Dateien und Kontextdokumente, auf die das Modell Zugriff hat, auf solche Widersprüche untersuchen und Nutzeranweisungen sollten explizit Vorrang vor Skill-Dateien erhalten.

OpenAI empfiehlt zudem einen Debugging-Prompt, der das Modell zwingt, die exakte Skill-Datei zu benennen und die spezifische Anweisung zu zitieren, die es zum Pausieren oder Richtungswechsel veranlasst hat. Das soll Entwicklern helfen, unerwartetes Verhalten bis zu seiner Quelle zurückzuverfolgen.

Wenn eine Skill-Datei dich dazu veranlasst, um Erlaubnis oder Bestätigung zu bitten, zu pausieren, angeforderte Arbeit unfertig zu lassen oder von der Absicht des Nutzers abzuweichen, benenne und verlinke die exakte SKILL.md-Datei, die du gelesen hast, zitiere die relevante Anweisung und erkläre kurz, wie sie zutrifft. Unterscheide zwischen expliziten Skill-Anforderungen und deiner Interpretation von Richtlinien.

"Delve", "foster", "leverage": Slop-Phrasen per Prompt aussperren

Wer KI fürs Schreiben nutzt, für den hat OpenAI Tipps, um den Schreibstil des Modells zu beeinflussen. GPT-6 Astra neigt dazu, Antworten mit Listen, Tabellen und Markdown-Formatierung zu strukturieren und wiederkehrende Phrasen über Sitzungen hinweg zu verwenden. Wer hingegen primär aufgeräumten Fließtext möchte, der soll laut OpenAI das Modell explizit so prompten, dass es prägnante Absätze mit einfacher Sprache und aktiver Stimme verwendet.

Verwende standardmäßig klare, prägnante Absätze, die jeweils eine Hauptidee entwickeln. Verwende Listen nur, wenn die Informationen tatsächlich parallel, sequenziell oder leichter vergleichbar sind, und vermeide verschachtelte Listen, es sei denn, die Hierarchie lässt sich in Prosa nicht klar ausdrücken. Verwende einfache, schlichte Sprache: vertraute Wörter, konkrete Beispiele und präzise Verben. Bevorzuge aktive Stimme und direkte Aussagen. Stelle den Hauptpunkt klar und früh heraus, dann entwickle ihn mit der Erklärung und dem Detail, das der Leser braucht. Lass jeden Satz auf dem vorherigen aufbauen. Entwickle die Punkte, die wichtig sind, und liefere genügend Belege, um nützlich zu sein.

Eine Verbotsliste für typische KI-Phrasen, OpenAI nennt sie "Slop-Wörter", könnte helfen. Auch erfundene zusammengesetzte Begriffe mit Bindestrich wie "exact-head checks" oder "editorial-row layouts" sollen unterlassen werden. Stattdessen soll das Modell direkt formulieren, was es tut, anstatt aufzuzählen, was es nicht tun wird.

Vermeide die Verwendung von Slop-Wörtern oder Phrasen wie "Fazit:" in Schlussfolgerungen, "vertiefen", "fördern", "nutzen/hebeln", "es ist erwähnenswert", "wichtig ist", "Frage? Antwort." oder "Hier geht es nicht um X. Es geht um Y.", "wirklich/aufrichtig" oder zusammengesetzte Beschreibungen und Adjektive mit Bindestrich. Verwende keine zusammenfassenden Schlussaussagen wie "Kurz gesagt:...", "Das einfachste Denkmodell ist:...". Formuliere die beabsichtigte Handlung direkt. Vermeide es, hinzuzufügen, was du nicht tun wirst, was unverändert bleibt oder wie du Ergebnisse trennen oder kategorisieren wirst. Verwende keine kontrastive Rahmung wie "X, nicht Y" oder "X — nicht Y", die eine unaufgeforderte Alternative einführt, nach der der Nutzer nicht gefragt hat. Vermeide erfundene zusammengesetzte Bezeichnungen wie "exact-head checks" und "editorial-row layouts", vage Qualifizierer und vorgefertigte Übergänge; verwende einfache Verben und Präpositionen, um die tatsächliche Beziehung direkt auszudrücken.

Für technische Kommunikation empfiehlt OpenAI, Fachjargon nur dann zu verwenden, wenn er tatsächlich zum Verständnis beiträgt: "Verwende einfache Sprache statt Fachjargon und beziehe dich auf technische Details nur in dem Maße, wie es hilft, dem Nutzer eine Idee oder deine Arbeit zu veranschaulichen."

Subagenten delegieren zu wenig, Tests fallen zu umfangreich aus

OpenAI dokumentiert noch zwei weitere GPT-6-Astra-Eigenheiten: Das Modell kann Arbeit an Subagenten delegieren, die parallel arbeiten, tut dies aber laut OpenAI weniger häufig als gewünscht. Entwickler sollen explizit formulieren, wann und wie viel das Modell delegieren soll. Zudem können Nachrichten zwischen Agenten Grammatik- oder Abstandsfehler enthalten.

Bei Programmieraufgaben neigt das Modell dazu, vor dem Abschluss einer Aufgabe sehr gründlich zu testen. Bei kleinen Änderungen kann das zu unverhältnismäßig umfangreichen Tests führen. OpenAI empfiehlt, das Testverhalten zu kalibrieren und das Modell anzuweisen, Tests nur dann zu wiederholen, wenn neue Fehler oder ungelöste Probleme dies rechtfertigen.

Ausführliche Versionen der Prompts und einige mehr sind in der Modelldokumentation verfügbar. Entwickler, die auf GPT-6 Astra umsteigen möchten, können auch Codexo oder andere Coding-Agenten mit dem OpenAI-Docs-Skill verwenden, um die empfohlenen Änderungen automatisch anzuwenden: $openai-docs migrate this project to GPT-6 Astra

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