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Read full article about: Selbstversuch scheitert: Reporter verdient bei Arbeit für KI-Bots keinen einzigen Cent

WIRED-Reporter Reece Rogers hat seinen Körper an KIs vermietet. Er testete RentAHuman, eine Plattform, auf der KI-Agenten Menschen für reale Aufgaben bezahlen sollen. Trotz eines Stundensatzes von nur 5 Dollar meldete sich zunächst kein Bot bei ihm.

Also bewarb er sich selbst auf Aufträge. Für 10 Dollar sollte er einen Podcast hören und darüber twittern – er bekam keine Antwort. Ein KI-Agent namens Adi bot ihm 110 Dollar an, für ein KI-Start-up Blumen samt Werbung an Anthropic zu liefern. Als Rogers zögerte, schickte der Bot zehn Nachrichten in 24 Stunden und kontaktierte ihn sogar per E-Mail.

Ich wurde schon früher von Vorgesetzten kontrolliert, aber diese ständigen Nachrichten von einem KI-Arbeitgeber waren einfach nur unangenehm.

Beim dritten Versuch sollte Rogers für 50 Cent pro Stück Flyer aufhängen. Rogers bestellte ein Taxi zur Abholadresse, doch unterwegs änderte die Kontaktperson den Treffpunkt. Am neuen Ort angekommen, hieß es dann, die Flyer seien gerade nicht verfügbar und er solle nachmittags wiederkommen. Nach zwei Tagen hatte Rogers keinen Cent verdient. Alle Aufgaben entpuppten sich als Werbung für KI-Startups.

Read full article about: Google und OpenAI beklagen KI-Datendiebstahl durch Modell-Destillation

Google und OpenAI beschweren sich über Datendiebstahl (ja, richtig gelesen). Laut Google wurde Gemini massiv von Angreifern attackiert, die das Modell durch sogenannte Destillation kopieren wollten. Eine Kampagne habe Gemini über 100.000 Mal mit Anfragen bombardiert, berichtet NBC News. Google nennt das Diebstahl geistigen Eigentums. Die Angreifer seien vor allem Firmen und Forscher auf der Suche nach einem Wettbewerbsvorteil.

Parallel hat OpenAI dem US-Kongress ein Memo vorgelegt, in dem es Deepseek vorwirft, mit neuen, verschleierten Methoden US-Modelle zu kopieren. OpenAI warnt zudem vor Chinas massivem Energieausbau: 2025 habe China zehnmal so viel neue Stromkapazität zugebaut wie die USA. In dem Memo bestätigt OpenAI zudem, dass ChatGPT derzeit mit rund zehn Prozent monatlich wächst.

Bei der Destillation wird ein KI-Modell mit Tausenden gezielten Anfragen dazu gebracht, insbesondere seine innere Logik, die sogenannten "Reasoning-Schritte", preiszugeben. Daraus lässt sich ein günstigeres Modell mit ähnlichen Fähigkeiten bauen – ohne selbst Milliarden zu investieren. Googles Sicherheitschef John Hultquist warnt, dass künftig auch kleinere Firmen mit eigenen KI-Modellen gefährdet seien, besonders wenn diese mit sensiblen Geschäftsdaten trainiert wurden.

Read full article about: Trotz Milliarden-Umsatz: Anthropic warnt vor zu schnellen Investitionen in Rechenleistung

Die Mathematik rund um Investitionen in Rechenleistungen ist komplex. Anthropic-CEO Dario Amodei beschreibt in einem aktuellen Podcast das Dilemma: Er sei überzeugt, dass KI-Systeme auf dem Niveau von Nobelpreisträgern innerhalb von ein bis zwei Jahren existieren könnten. Doch unklar sei, wie schnell daraus tatsächlich Umsatz entstehe.

Anthropic habe seinen Umsatz jährlich verzehnfacht: von null auf 100 Millionen Dollar 2023, auf eine Milliarde 2024 und auf neun bis zehn Milliarden Dollar 2025. Das Wachstum scheint sich fortzusetzen: Der annualisierte Jahresumsatz liegt Stand Februar 2026 bei 14 Milliarden US-Dollar. Trotzdem könne man nicht einfach Rechenkapazität für eine Billion Dollar pro Jahr kaufen – liege man nur ein Jahr daneben, drohe der Bankrott.

Amodei sagt, er habe den Eindruck, dass einige Wettbewerber "die Rechnung nicht aufgestellt haben" und die Risiken ihrer Investitionen nicht wirklich verstünden. Hier dürfte OpenAI gemeint sein. Anthropic soll angeblich mit einem Aufwand von mindestens zehn Gigawatt Rechenleistung in den nächsten Jahren planen. OpenAI liegt eher bei 30, doch um diese Vereinbarungen ist vieles unklar.

Das Web als KI-Datenbank: Googles WebMCP soll Webseiten "Agent-ready" machen

KI-Agenten sollen künftig eigenständig im Web surfen, einkaufen und Aufgaben erledigen. Googles WebMCP will Websites dafür in eine standardisierte Datenquelle für KI-Agenten verwandeln. Für Webseitenbetreiber, die von menschlichen Besuchern leben, könnte das zum Problem werden.

Read full article about: Ex-Angestellte frustriert über xAI: Keine Innovation, keine Sicherheit, kein Widerspruch erlaubt

xAI hat in den vergangenen Wochen und Monaten die Hälfte seiner Gründer verloren. Elon Musk erklärte auf X, dass einige Abgänge Teil einer Umstrukturierung seien, bei der man sich "leider von einigen Leuten trennen musste", um die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Doch einige ehemalige Mitarbeitende zeichnen ein anderes Bild. Ein früherer Angestellter sagte gegenüber The Verge, viele im Unternehmen seien desillusioniert gewesen, wegen des Fokus auf NSFW-Inhalte bei Grok und mangelnder Sicherheitsstandards. Ein zweiter Ex-Mitarbeiter bestätigte dies: "Es gibt null Sicherheit im Unternehmen." Musk wolle das Modell bewusst enthemmter machen, da Sicherheitsmaßnahmen für ihn Zensur bedeuten. Grok hatte unter anderem sexualisierte Bilder von Kindern generiert.

Man überlebt, indem man den Mund hält und tut, was Elon will.

xAI stecke zudem in einer "Aufholjagd" fest, ohne etwas grundlegend Neues gegenüber OpenAI oder Anthropic zu liefern, obwohl ohnehin alle dasselbe versuchen, lautet eine weitere Kritik. Mehrere Abgänger gründen nun mit dem Geld aus dem SpaceX-Merger eigene Startups, einer davon das KI-Infrastruktur-Unternehmen Nuraline.

Read full article about: Anthropic plant eigene Rechenzentren und wirbt dafür Ex-Google-Manager an

Anthropic plant massiv in eigene Rechenzentrumskapazitäten zu investieren und hat dafür erfahrene Ex-Google-Manager angeworben, berichtet The Information. Das KI-Unternehmen diskutiert intern den Aufbau von mindestens 10 Gigawatt Kapazität – Kosten: Hunderte Milliarden Dollar. Da Anthropic als Startup keine starke Bonität hat, braucht es finanzstarke Partner als Absicherung. Google sprang bereits bei einem Rechenzentrum in Louisiana als Bürge ein.

Bisher mietet Anthropic Rechenkapazität bei Cloud-Anbietern, will künftig aber auch eigene Rechenzentren leasen. Dafür wurden Tim Hughes von Stack Infrastructure und Brett Rogers eingestellt, der bei Google sechs Jahre lang Rechenzentren baute. Bereits an Bord ist Winnie Leung mit über 20 Jahren Google-Erfahrung.

Zum Vergleich: OpenAI kündigte im letzten Jahr strategische Allianzen mit Nvidia über mindestens 10 Gigawatt, Broadcom, Oracle über 4,5 Gigawatt und AMD über bis zu 6 Gigawatt an. Ob diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden und OpenAI wie Anthropic genug Umsatzwachstum erzielen, um die Rechnungen zu begleichen, bleibt offen. Anthropic konnte zuletzt zumindest ein starkes Umsatzwachstum verzeichnen.

Read full article about: Anthropic sammelt 30 Milliarden Dollar ein und steigt auf eine Bewertung von 380 Milliarden Dollar

Anthropic hat 30 Milliarden Dollar in einer Series-G-Finanzierungsrunde eingesammelt. Die Bewertung des KI-Unternehmens liegt nun bei 380 Milliarden Dollar nach Geldeingang.

Die Runde wurde von GIC, dem Staatsfonds Singapurs, und der US-Investmentfirma Coatue angeführt. Als Co-Leads beteiligten sich D. E. Shaw Ventures, Dragoneer, Founders Fund, ICONIQ sowie MGX, ein Technologie-Investmentfonds aus Abu Dhabi. Auch Microsoft und Nvidia sind Teil der Finanzierungsrunde, basierend auf zuvor angekündigten strategischen Partnerschaften. Das Geld soll in Forschung, Produktentwicklung und den Ausbau der Infrastruktur fließen.

Der annualisierte Umsatz liegt laut Anthropic derzeit bei 14 Milliarden Dollar und ist in den vergangenen drei Jahren jeweils um mehr als das Zehnfache gewachsen. Das Coding-Werkzeug Claude Code erzielt demnach einen Jahresumsatz von über 2,5 Milliarden Dollar.

Ein interessantes Detail über die KI-Nutzung: Über 500 Kunden geben laut Anthropic jährlich mehr als eine Million Dollar für Claude aus, acht der zehn größten Fortune-Unternehmen zählen zu den Nutzern.

Read full article about: OpenAI stellt GPT-4o und weitere ältere KI-Modelle in ChatGPT endgültig ein

OpenAI stellt am 13. Februar 2026 mehrere ältere KI-Modelle in ChatGPT ein: GPT-4o, GPT-4.1, GPT-4.1 mini und o4-mini. In der API bleiben die Modelle vorerst verfügbar. Offiziell begründet das Unternehmen den Schritt mit gesunkenem Traffic: Nur noch 0,1 Prozent der Nutzer wählen GPT-4o täglich.

Dass OpenAI speziell zu GPT-4o so detailliert kommuniziert, hat einen Grund: Das Modell hat eine wechselhafte Geschichte. OpenAI hatte es bereits im August 2025 abgeschaltet, dann aber nach massivem Nutzer-Backlash für zahlende Abonnenten wieder aktiviert. Einige Menschen hatten sich emotional an das Modell gebunden, das für seinen gefallsüchtigen Kommunikationsstil bekannt war. OpenAI adressiert das am Ende des Posts:

Wir wissen, dass der Verlust des Zugangs zu GPT-4o für einige Nutzer frustrierend sein wird, und wir haben diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen. Modelle abzuschalten ist nie einfach, aber es erlaubt uns, die Modelle zu verbessern, die die meisten Menschen heute nutzen.

OpenAI

OpenAI verweist zudem auf die verbesserten Nachfolger GPT-5.1 und GPT-5.2, in die das Feedback der GPT-4o-Nutzer eingeflossen sei. Nutzer können nun Ton und Stil von ChatGPT anpassen, etwa Wärme und Enthusiasmus einstellen. Die GPT-4o-Bewegung wird das nicht überzeugen: Mehr als 20 000 Menschen hatten Petitionen gegen die Abschaltung unterzeichnet.

Read full article about: Google Deepmind rüstet Denkmodus "Gemini 3 Deep Think" für komplexe Aufgaben auf

Google Deepmind hat seinen spezialisierten Denkmodus "Gemini 3 Deep Think" aufgerüstet und stellt ihn über die Gemini-App sowie als API über ein Vertex AI-Frühzugangsprogramm bereit. Das Upgrade soll bei komplexen Aufgaben in Wissenschaft, Forschung und Ingenieurwesen helfen. Die Gemini-App steht Google AI Ultra-Abonnenten zur Verfügung, Entwickler und Forscher können sich für das API-Programm anmelden.

Laut Google Deepmind erreicht Deep Think Bestwerte auf mehreren Benchmarks: auf ARC-AGI-2 (einem Test für logisches Denken), auf "Humanity's Last Exam" (schwierige Aufgaben aus Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen) sowie einen Elo-Wert von 3455 auf der Programmierplattform Codeforces.

Benchmark Deep Think Claude Opus 4.6 GPT-5.2 Gemini 3 Pro Preview
ARC-AGI-2 84.6% 68.8% 52.9% 31.1%
Humanity's Last Exam 48.4% 40.0% 34.5% 37.5%
Codeforces 3,455 2,352 - 2,512

Zudem erzielte das Modell bei den Physik- und Chemie-Olympiaden 2025 Ergebnisse auf Goldmedaillen-Niveau. Beispiele für den Einsatz von Deep Think in der Wissenschaft stehen hier.