Anzeige
Skip to content

Metas Muse-Agent gibt jedem Nutzer einen vollwertigen Cloud-Computer mit Ubuntu-Linux

Image description
GPT-Image-2 prompted by THE DECODER

Jeder Muse-Nutzer erhält einen kostenlosen, vollwertigen Computer in der Cloud mit eigenem Ubuntu-Linux-Image.

Jeder Muse-Nutzer erhält einen kostenlosen, vollwertigen Computer in der Cloud, erklärt David Singleton, VP of Engineering bei Meta Superintelligence Labs und ehemaliger CTO von Stripe. Die Maschine läuft auf einem vollständigen Ubuntu-Linux-Image, auf dem Nutzer Software installieren, Code schreiben und kompilieren oder im Web surfen können. Der Cloud-Computer sei bewusst so gestaltet, dass Nutzer damit nahezu alles erledigen können, was mit einem lokalen Rechner unter dem Schreibtisch möglich wäre.

Ähnliche Ressourcen dürfte auch OpenAI bereitstellen: Ein Nutzer entdeckte kürzlich, dass ChatGPTs "Work"-Modus eine eigene virtuelle Maschine mit 15 GB RAM und über neun CPU-Kernen betreibt.

Sentinel überwacht, Runtime Cell gewährt Freiheit

Die Sicherheitsarchitektur der "Muse Secure VM" trennt den Arbeitsbereich strikt von sensiblen Systemkomponenten. Nutzer und ihr Muse-Agent arbeiten gemeinsam in einer sogenannten "Runtime Cell", in der Aktivitäten uneingeschränkt sind. Sensible Aktionen überwacht ein "Sentinel", der außerhalb dieser Zelle läuft. Passwörter und Zugangsdaten werden ebenfalls außerhalb gespeichert.

Anzeige

Die Runtime-Cell erhält ein eigenes Root-Dateisystem, getrennt vom Host mit sensibleren Daten. Wer den Cloud-Computer erkundet, erhält laut Singleton keinen privilegierten Zugang zu Metas Infrastruktur oder zu Daten anderer Nutzer. Die Architektur soll unter anderem vor Prompt-Injection schützen, wie Singleton erklärt.

Nutzer können jede Datei im System einsehen

Meta habe bewusst volle Transparenz in die Runtime-Zelle eingebaut, so Singleton. Nutzer sehen sämtliche Dateien, von Debian-Systemdateien bis zu den Binärdateien, die Muse innerhalb der Zelle betreiben. Ein File Explorer ist direkt in den Library-Tab der Oberfläche integriert. Auch die Markdown-Dateien, die Muse beim Nachdenken über Antworten erstellt, sind einsehbar.

Wer Muse nach dem gesamten Dateisystem fragt, erhält Gigabytes an Daten. Singleton vergleicht das mit dem Gefühl, als Teenager C:\WINDOWS\SYSTEM oder unter Linux /dev/ und /proc/ zu durchstöbern. Für weniger technisch interessierte Nutzer bietet Meta eine Download-Funktion unter "Settings > Data controls > Download your agent data", über die sich persönlich erstellte Daten exportieren lassen.

Muse entwickelt sich zum Überraschungserfolg für Meta

Muse erweist sich zunehmend als Überraschungserfolg für Meta. Die App zog in der ersten Woche über 500.000 Nutzer an und erreichte Platz eins im Apple App Store. Auf der Meta Connect 2026 erweiterte das Unternehmen Muse um Echtzeit-Video-Chats, eigene E-Mail-Adressen und die Fähigkeit, Mac-Apps zu steuern.

Anzeige

Meta war mit seinen Llama-Modellen zwar früh ein wichtiger Akteur im KI-Wettbewerb, konnte an der Modellfront zuletzt aber nicht mehr mit den Frontier-Modellen von OpenAI oder Anthropic mithalten. Mit der Muse-App, angetrieben von den eigenen Muse-Modellen, scheint der Konzern nun einen anderen Hebel gefunden zu haben: Nicht das beste Modell gewinnt zwangsläufig, sondern das beste Produkt mit der größten Distribution.

KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert

Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.

Quelle: David Singleton