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Nach Claude-Mythos-Debatte: Weißes Haus reagiert mit Executive Order auf KI-Sicherheitsrisiken

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Nano Banana Pro prompted by THE DECODER

Update –

  • OpenAIs Statement ergänzt

Das Weiße Haus hat eine neue Executive Order zur Förderung von KI-Innovation und Sicherheit erlassen.

Präsident Trump ordnet darin an, die Cyberabwehr staatlicher Systeme innerhalb von 30 Tagen zu stärken und KI-gestützte Schutzwerkzeuge auszubauen. Das Verteidigungsministerium, die Cybersicherheitsbehörde CISA und das Finanzministerium sollen gemeinsam mit der KI-Industrie eine Clearingstelle für Softwareschwachstellen einrichten.

Zudem wird ein freiwilliges Rahmenwerk für sogenannte "Covered Frontier Models" geschaffen: KI-Entwickler können ihre Modelle vor der Veröffentlichung der Regierung zur Sicherheitsbewertung vorlegen. Eine Genehmigungspflicht für KI-Modelle wird ausdrücklich ausgeschlossen. Gleichzeitig soll die Strafverfolgung gegen den Missbrauch von KI für Cyberangriffe verschärft und die Einstellung von Cybersicherheitsfachkräften beschleunigt werden.

Anthropic bezeichnet die Executive Order als wichtigen Schritt zur Stärkung der amerikanischen Führungsrolle im KI-Bereich. | Bild: via X
Bild: via X

Anthropic bezeichnet die Executive Order als "wichtigen Schritt zur Stärkung der amerikanischen Führungsrolle im KI-Bereich". OpenAI geht in seinem zeitgleich veröffentlichten Strategiepapier "Democratic Governance of Frontier AI" deutlich weiter: Das Unternehmen fordert ein verbindliches nationales Rahmengesetz für KI-Sicherheit, verpflichtende Bewertungen der leistungsfähigsten Modelle durch die Bundesbehörde CAISI vor der Veröffentlichung, sowie unabhängige Audits und Whistleblower-Schutz.

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Entscheidungen über KI-Sicherheit sollten laut OpenAI von demokratischen Regierungen getroffen werden, nicht von einzelnen Unternehmen. Die Executive Order sei ein "wichtiger Schritt", auf dem aufgebaut werden müsse.

Dass OpenAI damit strengere Regulierung fordert als die Regierung selbst vorsieht, dürfte nicht nur von Sicherheitsinteressen getrieben sein. Verpflichtende Vorab-Prüfungen durch eine US-Behörde würden vor allem große, gut finanzierte Unternehmen begünstigen. Chinesische Open-Source-Modelle wie die von DeepSeek oder Qwen könnten unter stark erschwerten Bedingungen oder womöglich gar nicht mehr in den USA eingesetzt werden. OpenAI verfolgt hier wahrscheinlich sowohl echte Sicherheitsinteressen als auch geschäftliche Interessen.

Claude Mythos als Auslöser

Den Beschluss dürfte auch die durch Claude Mythos angestoßene Debatte über Cybersicherheitsrisiken generativer KI beeinflusst haben. Schon zuvor hatten Google DeepMind, Microsoft und xAI mit einer US-Sicherheitsbehörde vereinbart, neue KI-Modelle vorab zur Prüfung einzureichen. OpenAI und Anthropic gingen diese Vereinbarung bereits 2024 ein.

Wie freiwillig eine solche Zusammenarbeit mit der Regierung tatsächlich ist, bleibt offen. Beim Konflikt zwischen dem Pentagon und Anthropic hatte die US-Regierung bereits gezeigt, dass sie bereit ist, hart durchzugreifen, um sich Vorteile bei KI zu sichern. Das gilt gerade im Wettbewerb mit China.

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Die neue Executive Order unterstreicht den Anspruch der US-Regierung, kontrollierend einzugreifen. Gleichzeitig betont sie Freiwilligkeit und den Willen zur Deregulierung. Innovation solle nicht durch übermäßige Regulierung gebremst werden, heißt es in dem Schreiben.

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Quelle: The White House