Nach Pekings Veto gegen Meta: Tencent verhandelt über größte Beteiligung an KI-Startup Manus
Tencent soll für Meta einspringen: Laut Financial Times verhandelt der chinesische Techkonzern Tencent über den Kauf der größten Beteiligung am KI-Agenten-Startup Manus, nachdem Peking die Rückabwicklung von Metas 2-Milliarden-Dollar-Übernahme angeordnet hat. Tencent sieht angeblich Synergien mit eigenen KI-Agenten-Plänen, etwa einem eingebetteten Agenten in WeChat.
Die meisten früheren Investoren, darunter Tencent, ZhenFund und HSG, sowie das Management besprechen einen Deal zur gleichen Bewertung von zwei Milliarden Dollar. Die US-Firma Benchmark wird sich voraussichtlich nicht beteiligen. Manus soll weiterhin eigenständig von Singapur aus arbeiten. Die Firma erreichte zuletzt einen Jahresumsatz von fast 500 Millionen Dollar.
China hatte die Übernahme von Manus durch Meta im April als Verstoß gegen Investitionsregeln gestoppt und Manus-Gründer Xiao Hong mit einer Ausreisesperre belegt. Peking bezeichnete den Deal als "verschwörerischen" Versuch, Chinas Technologiebasis auszuhöhlen, und verbot "ausländische Investitionen" in Manus. Das Manöver ist ein weiteres Indiz für eine zunehmende Eskalation im KI-Wettrüsten zwischen den USA und China. Die Technologie wird bereits mit "Cyber-Atomwaffen" gleichgestellt, vor allem angesichts der jüngsten Fortschritte bei Cybersecurity-Angriffen.
KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert
Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.
Jetzt abonnieren