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Nur 8 von 160 IT-Chefs haben KI-Ergebnisse, für die sie den CEO im Urlaub stören würden

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Midjourney prompted by THE DECODER

Die KI-Blase-Debatte dreht sich im Kern um eine Frage: Wächst der Umsatz der KI-Labore schnell genug, um den massiven Rechenzentrumsausbau zu finanzieren?

Daran hängen viele Teilfragen. Etwa, wie lange die gekauften KI-Chips sinnvoll im Einsatz bleiben können. Vier, sechs oder acht Jahre verändern die Kalkulationen erheblich. Die wichtigste Frage aber ist, ob Unternehmen nachweislich genug Nutzen aus KI ziehen, um immer mehr davon zu, im Idealfall, steigenden Preisen zu kaufen. Der Return on Invest lässt sich gesamtwirtschaftlich bisher nicht dokumentieren und zeigt sich daher nur anekdotisch.

Zwei Drittel sehen KI-Ergebnisse, aber nur wenige überzeugen den Chef

Azeem Azhar, britischer Tech-Unternehmer und Gründer der Forschungsgruppe Exponential View, liefert dazu eine aufschlussreiche Anekdote. In einem hörenswerten Podcast mit Nicholas Thompson von The Atlantic erzählt er von einem Auftritt vor rund 160 IT-Vizepräsidenten in Las Vegas. Azhar fragte, wer messbare KI-Ergebnisse vorweisen könne. Zwei Drittel blieben stehen, mehr als erwartet. Dann hakte er nach: Wer hat Ergebnisse, die so gut sind, dass man dafür den CEO im Sommerurlaub stört? Nur noch etwa acht Personen blieben stehen.

Azhars Fazit: Unternehmen machen Fortschritte, aber langsam. Ob das schnell genug ist, um die aktuellen Investitionen zu rechtfertigen, sei offen. Einige Führungskräfte berichten von wachsendem Ehrgeiz ihrer Vorstände nach ersten Erfolgen. Selbst in nachhinkenden Märkten wie Italien hörte Azhar von CEOs, dass trotz Fehlern das Vertrauen wachse und die Budgets stiegen.

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Gleichzeitig wechselten viele Firmen jedoch weg von teuren Frontier-Modellen hin zu Open-Weight; KI würde in diesem Szenario zwar womöglich mehr genutzt, aber die Bubble könnte trotzdem platzen, da nicht genug Geld verdient wird, um den Ausbau zu finanzieren.

Die Gegenposition: Laut einer Umfrage von Boston Consulting Group sagen rund 70 Prozent der CEOs weltweit, dass KI-Erfolg wichtig für ihre eigene Wahrnehmung im Job sei – sie hätten also einen Anreiz, die Lage positiver darzustellen. Azhar betont, dass auch er keine einfache Antwort auf die Frage nach einer KI-Bubble habe. Die Situation sei fein ausbalanciert und entwickle sich ständig weiter.

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