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Nvidia-gestütztes Nscale verschweigt Großkunden Bytedance im Börsenprospekt

Der von Nvidia unterstützte KI-Cloud-Anbieter Nscale nennt seinen wichtigsten Kunden Bytedance im Hauptprospekt für den geplanten US-Börsengang nicht. Das berichtet die Financial Times. Der chinesische Konzern stand 2025 für 73 Prozent der 33 Millionen Dollar Umsatz, taucht im 192 Seiten langen S-1-Dokument aber nicht namentlich auf. Nur ein Anhang nennt die Singapur-Tochter Spring.

Diese vereinbarte im Mai 2025 die Nutzung von 2.304 Nvidia-B200-Chips im norwegischen Glomfjord. Der Auftrag stützte einen Kredit der Bank Macquarie über 105 Millionen Dollar, der zusammen mit 35 Millionen Dollar Eigenkapital den Kauf der KI-Hardware finanzierte. Der bestehende Standort, zuvor ein Rechenzentrum zum Erzeugen von Kryptowährungen, sollte dafür zu einem KI-Rechenzentrum umgebaut werden.

Bytedance nutzte so Nvidia-Chips, die es in China nicht kaufen darf, und schöpft damit eine Lücke in den US-Exportregeln aus. Das ist legal, birgt aber rechtliche und Reputationsrisiken. Nscale rechnet damit, dass der Anteil seines größten Kunden dieses Jahr auf unter 20 Prozent des Umsatzes sinkt und weiter schrumpft, weil die großen Verträge mit Microsoft und Anthropic wachsen.

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Quelle: Financial Times