Nvidias eigene Lieferkette wird zum Testlabor für KI-gestützte Logistik mit Palantir
Nvidia und Palantir wollen Lieferketten mit KI steuern. Erster Einsatzort ist Nvidias eigene Lieferkette mit Millionen Teilen, Tausenden Zulieferern und einem globalen Partnernetzwerk. Allein ein Vera-Rubin-Rack besteht laut Nvidia aus 1,3 Millionen Komponenten.
Palantir bindet dafür offene Nemotron-Modelle, die sich mit eigenen Betriebsdaten anpassen lassen, in seine Plattform Foundry ein. Nvidia cuOpt übernimmt Szenarioplanung und Optimierung. Das System soll Engpässe früher erkennen, Materialzuweisungen beschleunigen und Alternativen bewerten. Entscheidungen und ihre Ergebnisse fließen zurück in die Modelle. Unternehmen aus Fertigung, Pharma oder Energie können den Stack über die Referenz-Architektur Sovereign AI OS auf eigener Hardware oder in der Cloud betreiben. Als Infrastrukturpartner sind Dell, Cisco, Rackspace und Nebius beteiligt. Details zeigt Palantir auf der AIPCon 11.
Nvidia baut die Nemotron-Reihe als Alternative zu chinesischen Open-Weight-Modellen aus. Das Spitzenmodell Nemotron 3 Ultra war zum Start im Juni laut Artificial Analysis das stärkste offene US-Modell, inzwischen liegt Inkling von Thinking Machines Lab vorn. Palantir-CEO Alex Karp wirbt dafür, dass Unternehmen eigene Modelle betreiben, statt ihr Wissen externen Anbietern zu überlassen. Mistral-Gründer Arthur Mensch argumentierte kürzlich ähnlich.
KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert
Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.
Jetzt abonnieren