OpenAI-Chefwissenschaftler hält die letzten Jahre der KI-Entwicklung für "überraschend langsam"
Die OpenAI-Führung erwartet eine weitere Beschleunigung der KI-Entwicklung in den kommenden Monaten. Anlässlich der Veröffentlichung von GPT-5.5, intern "Spud" genannt, sagte OpenAI-Chefwissenschaftler Jakub Pachocki gegenüber Reportern, man rechne mit "sehr deutlichen Verbesserungen kurzfristig und extrem deutlichen Verbesserungen mittelfristig". Die letzten Jahre seien "überraschend langsam" gewesen.
OpenAI-Präsident Greg Brockman beschreibt in einem Podcast GPT-5.5 als "neue Klasse von Intelligenz", die besonders stark beim Programmieren, Erstellen von Präsentationen, Tabellen und bei der Browsernutzung sei. Das Modell sei das Ergebnis eines zweijährigen Forschungsprozesses, aber "kein Endpunkt, sondern ein Anfangspunkt" für kommende Modelle, so Brockman.
GPT-5.5 könnte als neues Basismodell die Grundlage für effizientere Reasoning-Modelle bilden, ähnlich wie GPT-4o als Basis für die o-Serie diente, also Modelle wie o1, o3 und o4-mini, die durch zusätzliche Denkschritte komplexe Aufgaben besser lösen können. Das könnte erklären, warum die OpenAI-Führung so zuversichtlich von bevorstehenden großen Fortschritten spricht.
Gleichzeitig halten eine Reihe KI-Experten den aktuellen Sprachmodell-Ansatz der großen KI-Labore für eine Sackgasse und fordern neue Architekturen für echte Intelligenz. Die nächsten Monate könnten zeigen, wer Recht behält – oder womöglich beides stimmt.
KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert
Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.
Jetzt abonnieren