OpenAI kauft deutsches KI-Startup Ona, damit Codex-Agenten auch bei geschlossenem Laptop weitercoden
OpenAI übernimmt Ona, vormals Gitpod, ein 2020 in Kiel gegründetes Startup für KI-Agenten und sichere Cloud-Entwicklungsumgebungen in der Softwareentwicklung. Damit will OpenAI sein Codex-Produkt um dauerhafte, vom Kunden kontrollierte Arbeitsumgebungen erweitern. Codex wird laut OpenAI von mehr als 5 Millionen Menschen pro Woche genutzt, 400 Prozent mehr als Anfang des Jahres.
Nach der Integration soll Codex Aufgaben über Stunden oder Tage fortsetzen können, auch wenn der Laptop des Nutzers geschlossen ist. Die Agenten laufen in der Cloud des jeweiligen Unternehmens, während OpenAI Modelle und Orchestrierung liefert. Agenten bräuchten "mehr als Intelligenz", nämlich einen "vertrauenswürdigen Arbeitsplatz", sagte Ona-CEO Johannes Landgraf. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen.
Der Zukauf zielt auf den Wettbewerb mit Anthropic, dessen Claude Code bei agentischen, lang laufenden Coding-Aufgaben als führend gilt. Erst im März hatte OpenAI mit Astral die Python-Werkzeuge uv und Ruff ins Codex-Ökosystem geholt, während es ebenso wie Anthropic erste Schritte Richtung Börsengang unternimmt.
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