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OpenAI verfehlt interne Umsatz- und Nutzerziele im Wettlauf zum Börsengang

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Kurz & Knapp

  • OpenAI hat im ersten Quartal 2026 interne Umsatz- und Nutzerziele verfehlt. Als ein Hauptgrund gilt die stark wachsende Konkurrenz durch Google und Anthropic.
  • Massive künftige Ausgabenverpflichtungen von rund 600 Milliarden Dollar für Rechenzentren sorgen laut Berichten für interne Spannungen zwischen CEO Sam Altman und der Finanzchefin.
  • Zudem herrscht intern Uneinigkeit über das Tempo eines möglichen Börsengangs. Eine Klage von Elon Musk und der Ausfall einer Top-Managerin setzen das Unternehmen zusätzlich unter Druck.

OpenAI hat im ersten Quartal 2026 eigene Umsatzziele verfehlt. Gleichzeitig wächst der Druck durch Konkurrenten wie Anthropic und Google, während intern Spannungen über die massiven Ausgabenverpflichtungen zunehmen.

OpenAI hat kürzlich ein internes Umsatzziel für das erste Quartal 2026 verfehlt, wie das Wall Street Journal berichtet. Zuvor hatte ChatGPT laut The Information bereits Nutzerwachstumsziele nicht erreicht. Ein internes Ziel von einer Milliarde wöchentlich aktiver Nutzer bis Ende 2025 wurde ebenfalls verfehlt.

Als Ursache gelten das starke Wachstum von Googles Gemini-Chatbot sowie die rasant steigenden Umsätze von Anthropic, das den Abstand zu OpenAI trotz fünf Jahren späterer Gründung fast geschlossen hat. Anthropic habe OpenAI insbesondere in den Coding- und Enterprise-Märkten Boden abgenommen, so das WSJ. Auch die Abwanderungsrate bei ChatGPT-Abonnenten bereite Sorgen.

Massive Ausgaben treffen auf verlangsamtes Wachstum

Die verfehlten Ziele verschärfen eine ohnehin angespannte Lage. CEO Sam Altman hat OpenAI durch Deals im vergangenen Jahr auf rund 600 Milliarden Dollar an künftigen Rechenzentrums-Ausgaben verpflichtet. Das Unternehmen erwartet  für 2026 einen Cash-Burn von 25 Milliarden Dollar bei einem Umsatzziel von 30 Milliarden, nach rund 13 Milliarden Umsatz und 8 Milliarden Verlust im Vorjahr.

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CFO Sarah Friar hat laut WSJ intern Bedenken geäußert, ob OpenAI künftige Computing-Verträge bedienen kann, falls der Umsatz nicht schnell genug wächst. Auch der Vorstand hinterfrage Altmans Strategie, immer mehr Rechenkapazität zu sichern. Altman und Friar wiesen in einer gemeinsamen Stellungnahme Berichte über Meinungsverschiedenheiten als "lächerlich" zurück.

Beim Thema Börsengang gehen die Positionen laut The Information dennoch auseinander: Altman wolle den IPO beschleunigen, während Friar das Unternehmen 2026 noch nicht für bereit halte, die Berichtspflichten einer börsennotierten Firma zu erfüllen.

OpenAI hat kürzlich 122 Milliarden Dollar eingesammelt, die größte Finanzierungsrunde der Silicon-Valley-Geschichte. Laut WSJ dürfte das Geld bei Erreichen der ambitionierten Umsatzziele in drei Jahren aufgebraucht sein, wobei Teile der Finanzierung an Bedingungen geknüpft sind. Positiv entwickelt sich das Coding-Tool Codex, und das kürzlich veröffentlichte GPT-5.5 führt mehrere Branchen-Benchmarks an.

Zusätzlich belasten die laufende Klage von Elon Musk gegen Altman sowie der unerwartete medizinische Ausfall von Altmans Stellvertreterin Fidji Simo das Unternehmen im Vorfeld eines möglichen Börsengangs.

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