Patagonien soll Standort für Gigawatt-Rechenzentren werden
Argentiniens Patagonien rückt als möglicher Standort für große KI-Rechenzentren in den Blick. Laut einem Reuters-Bericht locken kühles Klima, Wasserkraft, Windenergie, Schiefergas aus der Formation Vaca Muerta und viel leeres Land.
Der Stromerzeuger Pampa Energía plant in der Provinz Neuquén eine Anlage mit bis zu 500 Megawatt und sucht Investoren, erste Verträge sollen Ende 2026 stehen. Interessenten wollen zunächst mit 20 bis 40 Megawatt starten. Allein die Stromnetzinfrastruktur für den Vollausbau würde rund 900 Millionen Dollar kosten. Das polnische Unternehmen Green Capital will in Chubut mit 300 Megawatt beginnen, langfristig sind 3000 Megawatt angedacht. OpenAI hatte bereits im Oktober ein Projekt mit Sur Energy angekündigt, unterschrieben ist es noch nicht.
Anders als in den USA gibt es in Argentinien bislang keinen Widerstand gegen Serverfarmen, weil das Land noch kaum große Anlagen hat. Das könnte sich ändern: Pampa will neben sein Kraftwerk Loma de la Lata bauen, und dort leben Familien der indigenen Mapuche, die sich schon mehrfach mit Energiekonzernen angelegt haben. Offen bleiben zudem Netzanbindung, Seekabel und die Frage, wie stabil die Investitionsbedingungen nach der Präsidentschaftswahl 2027 sind.
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