Preiskampf zwischen OpenAI und Anthropic: Tokens könnten günstiger werden
OpenAI erwägt drastische Preissenkungen im API-Segment, um im Wettbewerb mit Anthropic Kunden zu gewinnen, berichtet das Wall Street Journal. OpenAI rechne damit, dass Anthropic ähnliche Schritte plane. CEO Sam Altman sagte bei einer Veranstaltung, die Kosten seien für Unternehmen "ein riesiges Problem" geworden.
Anthropics Coding-Tool Claude Code war zuletzt unter Entwicklern viral gegangen, das Startup überholte OpenAI erstmals bei der Bewertung. Mit dem breiteren Einsatz von KI-Agenten in solchen Tools sind auch die Verbrauchskosten gestiegen, die lange vor allem über Flatrates gedeckt wurden. Mittlerweile haben die meisten Anbieter ihr Angebot angepasst und rechnen für Unternehmenskunden nach Verbrauch ab. In der Praxis kann das schnell dazu führen, dass der gleiche KI-Einsatz von vorher 200 US-Dollar im Monat auf mehrere tausend oder sogar zehntausend Dollar steigt. In dieser entstehenden Tokenökonomie drosseln daher bereits einige Firmenkunden ihre KI-Ausgaben.
Ein Preiskampf könnte die ohnehin milliardenschweren Verluste beider Firmen verschärfen. OpenAI hat diese Woche vertraulich IPO-Unterlagen eingereicht und plant seinen Börsengang aber wohl erst 2027. Anthropic hat ebenfalls Unterlagen eingereicht und plant noch in diesem Jahr an die Börse zu gehen.
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