Qualcomm entwickelt maßgeschneiderte KI-Chips für Amazons Cloud-Infrastruktur
Qualcomm entwickelt über mehrere Produktgenerationen hinweg maßgeschneiderte Chips für AWS, mit Fokus auf KI-Inferenz. Zusätzlich arbeiten beide Unternehmen an optischen Verbindungslösungen mit Bandbreiten von bis zu 1,6 Terabit, um den wachsenden Datenverkehr in KI-Infrastrukturen zu bewältigen. Qualcomm bringt dabei seine Erfahrung in energieeffizienter Chip-Entwicklung ein, Amazon seine Cloud-Infrastruktur. Im Gegenzug nutzt Qualcomm AWS-Dienste wie Amazon Bedrock, um das Chip-Design zu beschleunigen.
Amazon ist damit der dritte große Rechenzentrumskunde seit Juni. Meta nimmt den Serverprozessor Dragonfly C1000 ab, Microsoft setzt Qualcomms Speicherarchitektur HBC in Azure ein. Bis 2029 will der Konzern allein mit Rechenzentren 15 Milliarden Dollar umsetzen.
AWS ergänzt damit seine eigenen Chipfamilien Trainium, Graviton und Nitro um Fremddesigns für Inferenz, wo der Energieverbrauch pro Token die Kosten bestimmt. Effizienz treibt Qualcomm auch am anderen Ende der Kette und kümmert sich vor allem um Edge-Geräte: Qualcomms KI-Forschungsabteilung stellte im März beispielsweise ein Framework vor, das Reasoning-Modelle auf Smartphones lauffähig macht.
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