Sam Altman bremst beim IPO: OpenAI könnte erst 2027 an die Börse gehen
OpenAI-CEO Sam Altman schrieb Mitarbeitern per Slack, er erwarte einen Börsengang "innerhalb des nächsten Jahres". Die bereits eingereichten Börsenunterlagen dienten lediglich dem Wunsch nach Flexibilität. Ein möglicher später Börsengang erst 2027 dürfte viele intern und extern überraschen, zumal Konkurrent Anthropic wohl fest auf Börsenkurs in den nächsten Wochen ist.
Der Grund liegt auf der Hand: Anthropic steht aufgrund der jüngsten Wachstumszahlen im Vergleich zu OpenAI besser da, was das Risiko für OpenAI erhöht, an Wert zu verlieren. Ohnehin dürfte die Bilanz massive Verluste ausweisen.
Altman begründet es intern freilich anders: Fortschritte bei sich selbst verbessernder KI könnten den Börsengang verzögern, weil sich "Technologie und Welt auf überraschende Weise verändern könnten und es gute Gründe geben könnte, in dieser Zeit ein privates Unternehmen zu bleiben". Der hohe Kapitalbedarf für Recheninfrastruktur wiederum könnte den IPO beschleunigen. Als Trostpflaster kündigte Altman intern einen baldigen Aktienverkauf für Mitarbeiter zum Kurs von 687,69 Dollar an.
Parallel bereitet OpenAI ein neues Modell mit dem Codenamen 5.6 vor, das laut Forschungschef Jakub Pachocki eine deutliche Verbesserung gegenüber GPT-5.5 sein soll und noch im Juni erscheinen könnte. Auch hier hat Anthropic mit Fable und Mythos 5 stark vorgelegt.
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