Schweizer Großbank UBS macht KI-Kompetenz zur Einstellungsbedingung
Die Schweizer Großbank UBS verlangt von künftigen Nachwuchsbankern KI-Kenntnisse. Wer 2027 als Absolvent oder Praktikant in den Bereichen Global Banking und Markets anfangen will, muss zeigen, wie er mit KI "Ergebnisse und Effizienz verbessern" kann, berichtet die Financial Times unter Berufung auf informierte Personen. In Bewerbungsgesprächen sollen Fragen zur KI-Nutzung gestellt werden.
Die Vorgabe gilt neben klassischen Kriterien wie einem guten Studienabschluss und soll auch für andere neu ausgeschriebene Stellen greifen. UBS sei damit eines der ersten großen Geldhäuser mit dieser Anforderung. Banken automatisieren zunehmend Routinearbeit von Junioren, etwa Finanzanalysen, Recherche und Kundenpräsentationen. UBS erklärte, KI-Kompetenz ergänze akademische und soziale Fähigkeiten, ersetze sie aber nicht.
Auch die spanische Santander sucht laut Unterlagen "fortgeschrittene KI-Nutzer" für einige Trainee-Programme. Morgan-Stanley-Analysten erwarten, dass in Europa in fünf Jahren über 200.000 Bankjobs wegfallen. JPMorgans Europa-Chef Conor Hillery warnte im Dezember, Junioren dürften die Grundlagen nicht verlieren. UBS testet zudem Avatare von Analysten für Kundenpräsentationen.
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