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Sicherheits-Startup findet über 13.000 interne Firmen-Screenshots, die KI-Agenten öffentlich hochgeladen haben

Manuel Uth
1. Oktober 2026

KI-Agenten haben tausende interne Screenshots von Unternehmen unbemerkt auf öffentlichen GitHub-Repos veröffentlicht. Das Sicherheits-Startup Glow Security fand mehr als 13.000 Bilder aus internen Softwareprojekten von 343 Organisationen, darunter Fortune-500-Firmen, Finanzunternehmen und KI-Labore.

Entwickler lassen ihre KI-Agenten regelmäßig Vorher-nachher-Screenshots erstellen, damit Kollegen Änderungen an der Benutzeroberfläche prüfen können. Diese Bilder gehören normalerweise in sogenannte Pull Requests. Das sind Prüfanfragen, die bei privaten Projekten nur berechtigte Teammitglieder sehen können. Bilder lassen sich dort aber nur im Browser anhängen, nicht über die Kommandozeile, mit der die Agenten arbeiten. Die Agenten fanden deshalb selbst einen Umweg: Sie legten öffentliche Repositories an, meist im privaten GitHub-Account des Entwicklers, und luden die Bilder dort hoch. Dort konnte sie jeder abrufen.

Auf den Bildern waren unter anderem Kundendaten, Zugangsdaten und unveröffentlichte Funktionen zu sehen. Weil die Bilder nicht im Firmen-Account lagen, bemerkten die Sicherheitsteams nichts. Bei etwa einem Drittel der betroffenen Organisationen kam das Open-Source-Tool gitshot zum Einsatz, das Screenshots öffentlich ablegt. Teilweise fanden die Agenten das Tool selbst.

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