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Sol Pro, Terra Pro, Luna Pro: OpenAI-Paper zeigt eine neue Pro-Staffelung für GPT-5.6

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Nano Banana Pro prompted by THE DECODER

Kurz & Knapp

  • Ein OpenAI-Paper listet erstmals drei Pro-Modelle für GPT-5.6: Luna Pro, Terra Pro und Sol Pro. Das ist eine Abkehr von der bisherigen Strategie einer einzigen Pro-Spitzenstufe.
  • Nutzer könnten künftig auch im Pro-Segment zwischen Tempo, Durchsatz und maximaler Leistung wählen.
  • Ob diese Aufteilung direkt in ChatGPT übernommen wird und wie hoch der Tokenverbrauch ist, lässt das Paper offen.

Ein OpenAI-Benchmark-Paper deutet an, dass die Pro-Stufe von GPT-5.6 künftig in drei Ausführungen erscheinen könnte. Das wäre die erste grundlegende Änderung am Zuschnitt des Angebots seit der Einführung von ChatGPT Pro.

OpenAI hat die GPT-5.6-Generation Ende Juni offiziell vorgestellt und in drei Modelle aufgeteilt: Sol für die schwersten Aufgaben, Terra für hochvolumige Geschäftsarbeit und Luna für schnellere, günstigere Alltagsanfragen. Pro-Varianten waren dabei kein Thema.

Nun zeigt ein neues OpenAI-Paper zu einem Genomik-Benchmark erstmals Pro-Modelle. In der Ergebnistabelle finden sich Zeilen für "GPT-5.6 Luna Pro", "Terra Pro" und "Sol Pro", jeweils als "Pro (Extended)"-Läufe gekennzeichnet.

Pro ist nicht mehr nur die eine Spitzenstufe

Dass OpenAI erneut eine leistungsstärkere Pro-Variante vorsieht, war bislang nicht bestätigt. Das Paper zeigt sie klar: Laut der Studie erreicht Sol Pro eine Pass-Rate von 31,5 Prozent und ist damit das stärkste aller 60 getesteten Modelle, vor dem regulären Sol mit 28,7 Prozent und dem besten Nicht-GPT-Wert, Claude Opus 4.8 mit 16,0 Prozent. Die Pass-Rate misst, wie oft ein Modell die vollständige mehrstufige Analyse fehlerfrei bis zur richtigen Endantwort löst.

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Bisher war ChatGPT Pro schlicht das jeweils höchste Einzelmodell, eine Spitze über allem. Das Paper listet nun drei parallele Pro-Varianten, die dieselben drei Zuschnitte spiegeln wie die reguläre GPT-5.6-Familie: ein schnelles, ein hochvolumiges und ein maximal leistungsfähiges Pro-Modell.

Der Vergleich jeder Standard-Stufe auf höchster Denkstufe ("max") mit ihrer Pro-Variante zeigt, wie sich der Vorsprung staffelt. Alle Werte sind Pass-Raten auf der vollen 129-Aufgaben-Suite:

Modellstufe Standard (max) Pro (Extended) Abstand
GPT-5.6 Luna 16,5 % 23,6 % +7,1 Punkte
GPT-5.6 Terra 23,3 % 28,5 % +5,2 Punkte
GPT-5.6 Sol 28,7 % 31,5 % +2,8 Punkte

Auffällig ist, dass der Pro-Vorsprung nach oben hin abnimmt: Bei der schnellen Luna-Stufe bringt Pro noch gut sieben Punkte, bei der Spitzenstufe Sol nur noch knapp drei. Die zusätzliche Rechenleistung hebt die schwächeren Stufen also stärker an, während sie beim ohnehin besten Modell weniger Spielraum findet. Terra Pro landet mit 28,5 Prozent praktisch gleichauf mit dem regulären Sol (28,7 Prozent). Eine hochvolumige Pro-Variante erreicht damit fast das Niveau des besten Standard-Spitzenmodells.

Ein Bruch mit der bisherigen Pro-Logik

Diese Aufteilung wäre die erste grundlegende Änderung am Zuschnitt des Angebots seit der Einführung von ChatGPT Pro. Statt einer einzelnen, teuren Spitzenstufe könnte Pro künftig eine eigene, dreistufige Modellreihe bilden, in der Nutzer je nach Aufgabe zwischen Tempo, Durchsatz und maximaler Reasoning-Leistung wählen.

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Ob sich diese Staffelung genauso in ChatGPT wiederfindet, geht aus dem Paper allerdings nicht hervor. Die Namen stammen bislang allein aus der Benchmark-Tabelle.

Ein Detail bleibt zudem intransparent: Für die regulären GPT-Modelle nennt das Paper den durchschnittlichen Tokenverbrauch als grobes Maß für den Rechenaufwand, etwa 33.200 Token bei Sol auf höchster Stufe. Für die Pro-Läufe fehlt diese Angabe, weil laut den Autoren keine vergleichbare Token-Abrechnung verfügbar war. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass OpenAI diese Zahlen nicht offenlegen möchte.

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Quelle: OpenAI