Anzeige
Skip to content

Handelsriesen wollen KI-Werbung von Deepfake-Kennzeichnung des EU AI Act befreien

Eurocommerce, der Handelsverband hinter Amazon, H&M und Ikea, will KI-generierte Werbung von den Transparenzpflichten des EU-AI-Act ausnehmen lassen. Das Argument: Ein KI-generiertes Wohnzimmerbild für ein Sofa sei kein Deepfake. Allein Zalando erstellt laut eigenen Angaben bereits 90 Prozent seiner Marketing-Inhalte per KI, die Ausnahme hätte also erhebliche Tragweite.

Read full article about: Wahlen in Japan: Bevölkerung kämpft mit gefälschten KI-Inhalten

Auch die japanische Bevölkerung kämpft mit KI-Fake-Inhalten im Kontext von Wahlen. Bei der Unterhauswahl verbreiten sich massenhaft gefälschte Videos und Nachrichten in sozialen Medien, berichtet Japan Times. Generative KI macht die Erstellung täuschend echter Videos einfach, Plattformen wie YouTube und TikTok belohnen hohe Klickzahlen.

Ein gefälschtes Video etwa zeigte zwei Parteichefs mit einem kommunistisch anmutenden roten Logo. Ein YouTube-Kanal mit KI-generierten über Politik schimpfenden Großmüttern erreichte fast sechs Millionen Aufrufe. Laut Professor Shinichi Yamaguchi von der International University of Japan hielten 51,5 Prozent in einer umfassenden Umfrage Falschnachrichten für wahr: eine Gefahr für die Demokratie.

Es geht auch umgekehrt: Ein Kandidat postete ein Video einer großen Menschenmenge bei seiner Wahlkampfveranstaltung. Der KI-Chatbot Grok stufte es als KI-generiert ein, obwohl es authentisch war. Dieses Phänomen nennt sich Lügner-Dividende: Allein die Existenz generativer KI spielt Lügnern in die Hände. Donald Trump etwa behauptete, authentische Fotos eines Harris-Empfangs seien KI-manipuliert. Auch anderswo setzen primär konservative Kräfte KI im Wahlkampf ein, teils offen, teils verdeckt.